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2012 veröffentlichte Serge Christen als SirJoe seine erste EP „Half the story“. Sein Name wurde ihm damals als Student am Musicians Institute in LA von seinen amerikanischen Freunden verpasst, die Serge - oder Sergio – nicht besonders gut aussprechen konnten. Aus Serge wurde Sergio und aus Sergio der amerikanisierte „Sörtschou“.
Treasures in a box
Was auf „Half the story“ noch unerzählt geblieben ist, holt SirJoe jetzt mit seinem Debut Album „Treasures in a box“ nach. Man soll sich wohl fühlen mit diesen kleinen, sich bescheiden gebenden Songs, die zwischen sachtem Popappeal, ungestümem Kitchen Folk, Gospel und leichtfüssigem Americana changieren, ohne sich je entscheiden zu können wohin sie denn nun gehören wollen. Der Hintergrund von „Treasures in a Box“ ist allerdings ein trauriger: Mit seinen Songs verarbeitete SirJoe den Tod seines Vaters und seiner Schwägerin. Er sagt dazu: „Die Gitarre wurde mir praktisch zur Schatzkiste, der ich diese tröstenden Töne und Melodien entlocken konnte“.
Instrumental haben akustische Gitarren die Nase vorn. Der Gesamtsound wird aber je nach Ausrichtung des Songs passgenau erweitert.
Und so hebt die Mandoline mit der tragenden Hookline auf der aktuellen Singleauskopplung „I worry“ einen sofort in die Weite hinaus und lässt einen vielleicht gar kurz vergessen, dass man auf dem Weg zur Arbeit ist.
SirJoe erzählt darin von einem ganz persönlichen Schatz, der verloren gegangen wurde und trotzdem immer im Herzen bleibt. Es geht um verpasste Chancen, eingesehene Fehler, um Liebe, Vergebung und Versöhnung.
Von solchen ganz persönlichen Schätzen berichten die Songs auf „Treasures in a box“.
Die Botschaft ist klar: Es sind die kleinen Momente, die Augenblicke, die alltäglichen Schätze, die die Welt ausmachen.