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Vom Gang des Volkes Israel durch die Wüste über die Kirchen des Mittelalters und der Frührenaissance bis hin zur Gegenwartskunst eines James Turrell verfolgt Georges Didi-Huberman die Gestalt eines gehenden Menschen, der sich im absolut verlassenen Raum der reinen Farbe und nichts sonst gegenüber sieht. Konstante Motive des Essays sind Abwesenheit und Unähnlichkeit als zentrale Momente einer Kunst aus Licht und Farbe.
In seinen Lichtinstallationen, die nicht selten abgeschlossene Kammern sind, verleiht James Turrell dem vermeintlich Immateriellen – dem Zwischenraum, dem Lichtstrahl, dem Himmel, der Finsternis, der reinen Farbe – Masse und Dichte. Er schafft Farbräume, in denen nicht viel Platz zum Gehen ist. Und wenn die Betrachtung eines Kunstwerks einem Gehen durch die Wüste vergleichbar wäre?
Inhaltsverzeichnis
| 9 | - | 14 | In der Wüste gehen | |
| 15 | - | 26 | Im Licht gehen | |
| 27 | - | 36 | In der Farbe gehen | |
| 37 | - | 48 | Im Zwischenraum gehen | |
| 49 | - | 60 | In der Grenze gehen | |
| 61 | - | 68 | Unter dem Blick des Himmels gehen | |
| 69 | - | 82 | In die Fabel des Ortes fallen | |
| 83 | - | 84 | Abbildungen | |
Über den Autor / die Autorin
Georges Didi-Huberman ist Kunsthistoriker und Philosoph und lehrt an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris. Zudem ist er Kurator zahlreicher Ausstellungen.