Fr. 30.50

New York und der Rest der Welt

Deutsch · Fester Einband

TIPP

Versand in der Regel in 1 bis 3 Arbeitstagen

Beschreibung

Mehr lesen

Von Andy Warhol entdeckt, als Stilikone und Talkgast verehrt, ist Fran Lebowitz in den USA eine Kultfigur. Mit der Netflix-Serie «Pretend It's a City» ihres Freundes Martin Scorsese wird sie weltweit gefeiert. Lebowitz' Ruhm begründet aber hat ihr Schreiben, das sie als ebenso aufmerksame wie weise Beobachterin der Menschen und ihres Alltags zeigt.
Unglaublich komisch, immer überraschend, mit zeitloser Eleganz, aphoristischem Sprachwitz und laserscharfer Satire schreibt sie über Allgemeinstes, «Dinge», «Orte», «Pflanzen», «Ideen», vor allem aber über Menschliches, ob «Leute», «Affaren», «Benehmen» oder auch «Kinder: pro oder contra?». Vielleicht kann nur die Welthauptstadt New York so eine Beobachtungsgabe hervorbringen. Denn alle unsere Fragen und Probleme - Selbstoptimierung, Korperkult, Kindererziehung, unbezahlbare Wohnungen, Eitelkeit und gnadenlose Angeberei als Karrierebooster etwa - sind dort schon immer so virulent wie heute überall: «Ein Salat ist keine Mahlzeit, sondern ein Lebensstil.» - Diese Autorin kennt die Menschen und vor allem ihre Schwachen, ihre grandiosen Texte sind nichts weniger als ein Sittenbild unserer Zeit, pointierte Weltweisheit: cool und treffsicher, bose und lustig.

Über den Autor / die Autorin

Fran Lebowitz arbeitete u.a. als Taxifahrerin und Putzfrau, bevor Andy Warhol sie als Kolumnistin für sein legendäres Magazin «Interview» entdeckte. Später schrieb sie für «Mademoiselle» und «Vanity Fair». Sie gilt als Stilikone, Verkörperung des New Yorker Witzes und als Expertin für das Leben an sich. Durch Martin Scorseses Netflix-Serie «Pretend It's a City» wurde sie weltweit bekannt. Ihre Erzählbände «Metropolitan Life» und «Social Studies» waren Bestseller in den USA, in diesem Band erscheinen sie erstmals auf Deutsch.

Sabine Hedinger, geb. 1953, studierte Erziehungswissenschaften, Soziologie sowie Jugend- und Familienrecht in Göttingen; sie arbeitete in Gainesville, Florida, mit jugendlichen Opfern von häuslicher Gewalt und Missbrauch und gründete eine alternative Sprachschule in Göttingen. Seit 1984 arbeitet sie als literarische Übersetzerin und übertrug wichtige Autorinnen und Autoren wie u.a. Joan Didion, Joyce Carol Oates, Bret Easton Ellis, Fay Weldon, Rachel Cusk ins Deutsche. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet. Sabine Hedinger lebt seit 1999 in Vincennes/Frankreich.

Willi Winkler, geboren 1957, war Redakteur der «Zeit», Kulturchef beim «Spiegel» und schreibt seit vielen Jahren für die «Süddeutsche Zeitung». Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen «Luther. Ein deutscher Rebell» und «Das braune Netz». Über sein Reisebuch «Deutschland, eine Winterreise» sagte Sonia Mikich: «Solch unverbrauchte Gedanken in schöner Sprachmacht sind selten geworden.» Willi Winkler wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ben-Witter-Preis, dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus und dem Michael-Althen-Preis.


Zusatztext

Die wohl schlagfertigste, scharfsinnigste und coolste Frau, die man seit Langem gesehen hat.

Bericht

Gute Satiren und lustige Texte - nicht viele bringen es in diesem Genre zu Brillanz. Fran Lebowitz gehört mit ihrem schmalen Werk aber auf jeden Fall zu den wenigen Meisterinnen. SWR 2 "Lesenswert" 20220714

Produktdetails

Autoren Fran Lebowitz
Mitarbeit Sabine Hedinger (Übersetzung), Willi Winkler (Übersetzung)
Verlag Rowohlt Berlin
 
Originaltitel The Fran Lebowitz Reader
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 08.03.2022
 
EAN 9783737101431
ISBN 978-3-7371-0143-1
Seiten 352
Abmessung 133 mm x 30 mm x 209 mm
Gewicht 447 g
Illustration Mit 12 s/w Abb.
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Leben, Mode, Grossstadt, Kultur, Humor, Metropole, Amerikanische Literatur, Alltag, Andy Warhol, Verhalten, New York, Menschen, Urbanität, Stil, Lebensweise, Martin Scorsese, Netflix, Kolumne, Leute, leichtlesen, «Interview», «Vanity Fair», «Mademoiselle», «Pretend It's a City»

Kundenrezensionen

  • Konnte damit nicht viel anfangen

    Am 18. April 2022 von thanos2020 geschrieben.

    Ich hatte mich sehr auf das erste auf Deutsch erschienene Buch von Fran Lebowitz gefreut, seit der Netflix Serie "Pretend It's a City" von Martin Scorsese bin ich ein großer Fan. Leider habe ich mich vom Cover des Buches (verwendet das Poster der Serie) täuschen lassen. Mit der Serie hat das Ganze nich viel zu tun. Das Buch ist in Amerika auch schon vor fast 30 Jahren (1994) erschienen. Die enthaltenen Essays und Geschichten sind somit nicht mehr wirklich aktuell. Außerdem hat es mir auch nicht gefallen, dass diese wirklich extrem kurz sind. Somit bleibt das ganze ziemlich Inhaltsfrei. Ich kann mich somit nicht den vielen positiven Bewertungen anschließen. Natürlich ist das ein odere andere ganz amüsant, mehr aber auch nicht. Auch die vielen Tabellen wirken so als sollten nur Seiten gefüllt werden. Naja was solls, freut sich jemand im Bücherschrank über das Buch.

  • Satirisch-pointierte Essays

    Am 04. April 2022 von amara5 geschrieben.

    Nicht erst seit der Scorsese-Netflix-Serie „Pretend it’s a City“ genießt Fran Lebowitz Kultstatus in den USA – schon seit den 1970er-Jahren nimmt die 71-jährige New Yorkerin, Kulturkritikerin und Warhol-Bekannte die Alltäglichkeiten und Absurditäten ihrer Großstadtbewohner sardonisch und scharfsinnig beobachtend aufs Korn. Jahrelang litt sie unter einer Schreibblockade, doch ihre älteren Texte aus den 1970er- bis 90er-Jahren erscheinen nun erstmals auf Deutsch. So hat der Leser nun die außergewöhnliche Möglichkeit einer kleinen facettenreiche Zeitreise, durch die sarkastische und zynische Brille von Lebowitz die Menschen und ihre Angewohnheiten in vielerlei Aspekten zu betrachten und die bissig-präzisen Ratschläge von Fran kennenzulernen. Fran analysiert und kommentiert in ihren pointiert-intelligenten Essays alles und alle mit bitterbösem und messerscharfem Humor – nichts und niemand ist vor ihr und ihrem opulenten Wortwitz sicher. Ob Rauchen, Kinder und Haushalt, Essen, Beruf, Kunst und Kultur, Wohnungssuche, Mode, Literaturbetrieb etc. – in „New York und der Rest der Welt“ lässt sie sich mit tiefsinniger Komik nicht nur über ihre Mitmenschen und ihre Ticks, sondern auch über ihre eigenen Schrullen sehr amüsant und mit kreativ-assoziativen und schnell aufeinander folgenden Sprachgedanken aus. Dabei sind die hintersinnigen Kurzgeschichten und Betrachtungen unterschiedlich kurz und nicht jede ist in ihrer Treffsicherheit gleich stark und interessant. So manch böser Witz bleibt dem Leser auch im Halse stecken, während andere brillant zum weiteren Reflektieren über eigene Lebensmuster oder anderem gesellschaftlichen Irrsinn anregen. Lebowitz' kluge, schonungslose und zeitlose Satire aus der Ich-Perspektive ist sehr unterhaltsam, selbstironisch und rasant – und ist am besten in kleineren Happen zu genießen, um das gesamte intellektuelle und gesellschaftskritische Hinterfragen in dieser Zeit zu erfassen. Ihre literarisch eigenwillige und angriffslustige Lebensberatung mit Blick auf das urbane Leben und der Selbstbeobachtung ist ein scharfzüngiger Ratgeber der humoristischen Art und könnte auch in Deutschland zum Kult werden.

  • Übersetzungsprobleme

    Am 17. März 2022 von KAro geschrieben.

    Den Namen Fran Lebowitz kannte ich vor der Lektüre aus amerikanischen Showbizkreisen, wirklich auseinandergesetzt hatte ich mich mit ihr allerdings noch nicht. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass mir Vorablesen die Möglichkeit gegeben hat, mich genauer mit Lebowitz auseinanderzusetzen, die schließlich eine Bestsellerautorin ist. Das Cover ist hier bereits sehr ansprechend. Modern gestaltet und hierbei ein Blickfang. Außerdem zieht das Cover direkt die Verbindung zu Lebowitz und ihrem Leben in New York. „New York und der Rest der Welt“ ist eine Sammlung verschiedener Geschichten mit einem gesellschaftskritischen Fokus. So erfolgt eine Auseinandersetzung mit Themen wie Religion oder Erziehung. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen erfolgte auf eine kritisch, satirische Art und Weise, deren Finesse allerdings in Momenten stockend ist. Es scheint mir, als wäre Lebowitz Stimme beim Übersetzen ins Deutsche nicht unbedingt getroffen worden, so dass die Satire teilweise eher so rüberkommt, als würden die Meinungen aus einer vergangenen Zeit kommen und alles andere als modern sein.

Schreibe eine Rezension

Top oder Flop? Schreibe deine eigene Rezension.

Für Mitteilungen an CeDe.ch kannst du das Kontaktformular benutzen.

Die mit * markierten Eingabefelder müssen zwingend ausgefüllt werden.

Mit dem Absenden dieses Formulars erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.