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Ein französischer Sommer - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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»Sinnlich und spannend. Der perfekte Sommerroman!« Stylist Magazine
Francesca Reece erzählt von der Jugend und dem Älterwerden, von Liebe und Macht im französischen Künstlermilieu.
Als Assistentin des berühmten Schriftstellers Michael verbringt Leah den Sommer in einer Villa an der Küste von Südfrankreich. Dort soll sie die Tagebücher seiner Jugendjahre ordnen. Malerische Morgenstunden am Strand, Wein, gutes Essen, kultivierte Gespräche. Leah genießt den unbeschwerten Rhythmus des bohèmen Lebens und die illustre Gesellschaft in der Sommervilla. Doch Michaels Tagebücher von seinen Ausschweifungen im Soho der 60er und dem krisengeschüttelten Athen der 70er Jahre offenbaren immer dunklere Seiten des Schriftstellers, und bald stößt Leah auf ein Geheimnis, das eng mit ihr selbst verwoben ist.
»Der Roman, der in diesem literarischen Sommer den Ton angibt.« Sunday Times

Über den Autor / die Autorin

>Ein französischer Sommer< ist ihr erster Roman.

>Anathem< wurde sie zusammen mit ihrem Mitübersetzer Nikolaus Stingl mit dem Kurd Laßwitz-Preis ausgezeichnet. Juliane Gräbener-Müller lebt und arbeitet in Bammental bei Heidelberg.

Tobias Schnettler wurde 1976 in Hagen geboren und studierte Amerikanistik. Er arbeitet als Übersetzer in Frankfurt am Main und hat zuletzt unter anderem Bücher von Nell Zink, Andrew Sean Greer und John Ironmonger übersetzt.


Bericht

Superfrisch und leicht geschrieben. Ideale Urlaubslektüre Freundin 20220713

Produktdetails

Autoren Francesca Reece
Mitarbeit Juliane Gräbener-Müller (Übersetzung), Tobias Schnettler (Übersetzung)
Verlag S. Fischer Verlag GmbH
 
Originaltitel Voyeur
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 27.04.2022
 
EAN 9783103970685
ISBN 978-3-10-397068-5
Seiten 448
Abmessung 136 mm x 37 mm x 210 mm
Gewicht 554 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Familie, Liebe, Erinnerung, Geheimnis, Frankreich, Intrige, London, Südfrankreich, Frauen, Gesellschaft, City of London, entspannen, Affäre, Jahreszeiten: Sommer, Feminismus und feministische Theorie, anspruchsvolle Literatur, Künstlermilieu, Paris (City), Sommervilla

Kundenrezensionen

  • Unerwartet

    Am 20. Juni 2022 von karo geschrieben.

    Leah arbeitet als Assistentin des berühmten Schriftstellers Michael und verbringt den Sommer in einer Villa an der Küste Südfrankreichs. Hier soll die einem Auftrag ihres Arbeitgebers nachgehen und die Tagebücher seiner Jugend ordnen. Leah verbringt einen wunderschönen Sommer in Frankreich und genießt die Morgenstunden am Strand, den guten Wein, das gute Essen und die wunderbare Gesellschaft. Doch in den Tagebüchern des Schriftstellers stößt Leah auf Berichte, die die dunkelsten Seiten des Mannes offenbaren und ein Geheimnis aufdecken, das eng mit Leah verbunden ist. Ein französischer Sommer ist ein sehr moderner Roman, der sich mit Themen der Politik, Identität und Klasse auseinander setzt. Das Buch geht sehr viel tiefer als ein klassisches Sommerroman. Fesselnd war das Werk auch insbesondere aufgrund der Charaktere, die unsympathisch und verdammt privilegiert sind und zu denen man so gar keine Verbindung aufbauen kann. Doch in dieser Abneigung liegt auch der Reiz des Werkes. Das Werk war am Ende ganz anders als erwartet und ich kann mir vorstellen, dass das einige Leser enttäuschen wird. Wir hatten diese Wendung jedoch gefallen, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

  • Begehrenswerte Doppelgängerin

    Am 11. Mai 2022 von amara5 geschrieben.

    Die junge Autorin Francesca Reece entführt in ihrem mysteriös-atmosphärischen und prickelnden Debüt auf rund 450 Seiten in die Sonne und Straßen Südfrankreichs sowie in dunkle Vergangenheiten, Geheimnisse und Projektionen. Das Studium in der Tasche, jobbt die junge attraktive Engländerin Leah in Paris und genießt ihr Bohème-Leben sowie ihre Sexualität in vollen Zügen – eine Announce eines bekannten Autors und ein darauffolgender Ferienjob in Südfrankreich wird ihrem Leben eine neue Wendung geben. Als Assistentin für den narzisstischen, egozentrischen und ins Alter gekommenen ehemaligen Kultschriftsteller Michael Young soll sie delikate Tagebücher aus der Jugend transkribieren – Young möchte anhand der Aufzeichnungen nochmal einen Erfolgsroman veröffentlichen. Sie verbringt den Sommer zusammen mit Youngs intellektueller Familie in deren Villa an der Côte d’Azur – und taucht dabei tief ein in die Kapriolen sowie sexuellen Abenteuer des Autors, die an unterschiedlichen Orten wie in den ausschweifenden 60er-Jahren in London sowie ins griechische Athen unter der Militärjunta stattfinden. Je mehr sie sich mit der Vergangenheit von Young beschäftigt, desto mystisch-dubioser wird eine Sache: Sie sieht der großen und unter mysteriösen Umständen verschwundenen Jugendliebe des Autors verblüffend ähnlich. Aus den zwei auch stilistisch stark unterschiedlichen Erzähl-Perspektiven von Leah und Young verwebt Reece dabei gekonnt und doch etwas verworren Vergangenes mit der Gegenwart, in der Leah den Swimming-Pool, das nonchalante Treiben in den französischen Städten und verschiedene Liebeleien genießt. In diese Szenen mischen sich szenisch dicht die anderen Handlungsorte wie London und Athen und die Zeitebenen verschmelzen miteinander – vor allem Young scheint diese Zeitmelange nicht mehr unterscheiden zu können, während Leah sich in einer Art Selbstfindungsgeschichte in diversen Sehnsüchten samt drogeninduzierten Eskapaden in der Familie verliert und nicht nur Projektion und Objekt von Youngs Empfindlichkeiten sein möchte. In einer ironisch-scharfsinnigen Atmosphäre zwischen Sally Rooney und François Ozon baut Reece eine subtile und voyeuristische (passender Originaltitel) Spannung auf – mit intimen Einträgen des Tagebuchs eines zynischen Autors mit Schreibblockade, der Leah als Muse benutzt und sich verweigert, das Jetzt und Heute sowie sein vorschreitendes Alter und Schuld aus der Vergangenheit zu akzeptieren. Und über dem ganzen Bourgeoisie-Dasein schwebt das Damoklesschwert von Astrids Verschwinden und einer unausgesprochenen Schuld. Sprachlich größtenteils stark, soghaft und bildgewaltig, hat das sinnlich-freche Debüt leider auch seine Schwächen – neben dem eher unrealistischen Doppelgängertum laufen zu viele Nebenschauplätze und -darsteller sowie der dicht aufgebaute Haupthandlungsstrang am Ende etwas ins Leere. Wer bereit ist, das zu akzeptieren, wird trotzdem seine leichtfüßige Lesefreude an diesem geistreich-selbstironischen und stimmungsvollen Sommerroman haben, der mit viel französischem Flair und Lebensgefühl an mediterrane Orte und in die Tiefen von Zeit, Klassenunterschiede und sehnsuchtsvollen Projektionen reist.

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