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Sommer der Träumer - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Sommer, Sonne, Sex und Freiheit - tauchen sie ein in die Sechzigerjahren auf der Insel Hydra

Der Nr. 1-Sunday Times-Bestseller


London 1960: Als ihre Mutter stirbt, verliert die achtzehnjährige Erica Hart den Boden unter den Füßen. Da bekommt sie einen Brief von Charmian Clift, einer Freundin ihrer Mutter, die sie auf die griechische Insel Hydra einlädt. Erica zögert nicht lange und reist mit ihrer großen Liebe Jimmy in den Süden. Auf Hydra werden sie Teil einer Künstlergemeinschaft - darunter der norwegische Schriftsteller Axel Jensen, seine Frau Marianne Ihlen und der kanadische Musiker Leonard Cohen. Sie genießen die lauten Abendessen, die nächtlichen Spaziergänge und das Baden bei Mondlicht. Erica lernt das Gefühl der Freiheit lieben und bewundert die eingeschworene Gemeinschaft für ihre mutige Suche nach einem anderen Leben. Vor allem Charmian, die mit den Launen ihres schreibenden Mannes fertig wird, ihr Kind mitten in diesem Durcheinander großzieht und die auch selbst schreibt. Bis es zu einem großen Streit kommt, und Erica hautnah miterlebt, wie hoch der Preis ist, den Charmian zahlt. Als sich dann auch noch Jimmy von Erica abwendet, scheint sich der Sommer dem Ende zuzuneigen.

Die Atmosphäre auf der Insel, die Aufbruchstimmung, den Freiheitsdrang, die Musik - all das fängt Polly Samson mit großer Leichtigkeit ein!

Über den Autor / die Autorin

Samsons Vater Lance kam mit einem Kindertransport aus Hamburg nach England. Er wurde Zeitungsjournalist und diplomatischer Korrespondent für die Zeitung Morning Star. Polly Samsons Mutter ist die chinesische Schriftstellerin Esther Cheo Ying. Samson kam 1962 in London zur Welt, als junge Frau arbeitete sie in der Verlagsbranche. Nachdem sie sich von ihrem ersten Mann getrennt hatte, traf Samson den Gitarristen und Sänger David Gilmour von Pink Floyd. Polly Samson lebt mit ihrer Familie in West Sussex.

Bernhard Robben, geb. 1955, lebt in Brunne/Brandenburg und übersetzt aus dem Englischen u.a.: Ian McEwan, John Burnside, Salman Rushdie, John Steinbeck, John Williams, Patricia Highsmith und Philip Roth. 2003 erhielt er den Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen, 2013 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Ledig-Rowohlt-Preis geehrt.

Vorwort

"Sommer der Träumer ist Geschenk und Rettung in diesen Tagen." The Guardian

Zusatztext

»...ein betörender Roman über Betrug, Selbstzerstörung und Schönheit (...).«

Bericht

»Ein poetischer Sommerroman mit authentischem Kern.« Hörzu 20210312

Produktdetails

Autoren Polly Samson
Mitarbeit Bernhard Robben (Übersetzung)
Verlag Ullstein HC
 
Originaltitel A Theatre for Dreamers
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.03.2021
 
EAN 9783550201424
ISBN 978-3-550-20142-4
Seiten 384
Abmessung 138 mm x 210 mm x 212 mm
Gewicht 512 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Beziehung, Emanzipation, Paar, Trauer, Abenteuer, Männlichkeit, London, Tochter, Griechenland, Künstler, Reisen, Verlust, Empowerment, Power, Mutter, Pink Floyd, London, Greater London, Frauenbewegung, Selbstmord, Songwriting, Cohen, Age, Hippies, Trauerarbeit, Kolonie, sexuelle Revolution, Leonard, Song, Hydra, lovesong, sexuelle Befreiung, Flower, Sixties, Marianne, Kindertransport, Saronische Inseln, toxisch, Ihlen, coming, swinging, so long

Kundenrezensionen

  • Sommerfeeling ohne Spannung

    Am 31. März 2021 von Karolina geschrieben.

    Nach dem Tod ihrer Mutter steht die achtzehnjährige Erica Hart vor einem Trümmerhaufen. Als sie dann eine Einladung auf die griechische Insel Hydra erhält, wo eine Freundin ihrer verstorbenen Mutter lebt, zögert sie nicht lange und verlässt London gemeinsam mit ihrem Freund in Richtung Griechenland. Dort finden sie sich in einer Künstlergemeinde wieder, in der auch der kanadische Musiker Leonard Cohen lebt. Erica genießt den Sommer auf Griechenland, doch plötzlich muss sie merken, wie schnell der Traum des griechischen Sommers zerbrechen kann. Bereits das Cover weckt Fernweh. Als Leser*in träumt man sich auf die griechischen Inseln und raus aus dem tristen Lockdown-Leben. Auch der Roman brilliert durch seine Beschreibung der griechischen Inseln, des Sommers, der Sonne und der Träume. Durch den sehr bildlichen Schreibstil der Autorin hat man schnell Bilder der Handlung im Kopf und findet sich selbst auf einer griechischen Insel wieder. Der Roman startet stark, kann diese Spannung allerdings nicht halten. So verläuft er sich irgendwann in einem Wirrwarr aus vielen Namen, die man nicht mehr durchblicken kann, und einer sachte dahinplätschernden Handlung, in der nichts Aufregendes mehr passiert. Irgendwann springt es nur noch von einem zum anderen kleinen oder großen Drama in den Beziehungen zwischen den Charakteren und lässt sich nur noch sehr zäh lesen. Auch wenn die Geschichte am Ende noch mal dramatischer wurde, konnte sie mich nicht überzeugen, mein Interesse hat sie durch die lange Zeit nur seicht vor sich hin plätschernde Handlung verloren. 3 von 5 Sternen für Reise aus dem Lockdown auf die griechischen Inseln, die leider nicht durch Spannung überzeugen konnte.

  • Schlangen im Paradies

    Am 08. März 2021 von amara5 geschrieben.

    Erica ist 18, als ihre Mutter stirbt und ihr ein kleines Sparvermögen hinterlässt, um ihre Freundin Charmian auf Hydra zu besuchen. Die Beziehung zum gewalttätigen Vater ist keineswegs harmonisch und so fährt sie mit ihrem Bruder Bobby und ihrem Freund Jimmy auf die griechische Insel. Es sind die 1960er-Jahre und auf Hydra hat sich eine Künstler-Community gebildet – die Kolonie der Ausländer. Erica kommt bei der australischen Schriftstellerin Charmian Clift und ihrem Ehemann George Johnston unter – es gesellen sich immer weitere Personen hinzu und auch der junge, gefühlvolle und noch eher unbekannte Leonard Cohen wird auf seine besungene Muse Marianne Ihlen stoßen. Erica ist fasziniert von der Freiheit und Kunst, nach der alle streben, vom Lebensgefühl unter der Sonne, der Natur und dem Essen. Sie beobachtet ihr Außenrum sehr genau – ein Theater aus Liebschaften, Künstlerallüren, Lebensfreude und Neid auf Erfolg. „Die Symmetrie der Steinmauern und Gebäude fügt sich zu einem perfekten Hufeisen rund ums Wasser, von dem aus Reihen weißer Häuser wie Sitze eines Amphitheaters aufsteigen. Ein magischer Trick auf nacktem Fels, ein Theater für Träumer, die Bühne beleuchtet von Sonne und See.“ S. 38 Polly Samson schreibt sehr bildgewaltig – Hydra mit Flora und Fauna ist der stille Protagonist, aber auch das Flair der 60er-Jahre mit den Wünschen der jungen Leuten ist absolut greifbar. Gekonnt mischt sie reale Persönlichkeiten der Künstlerkolonie mit Fiktion. Leider reihen sich im Mittelteil so viele Personen, Ereignisse und Gespräche bei Wein, Sonne und Musik, dass Ericas Innenwelt in den Hintergrund rückt – Samson erschafft zwar fantastische Atmosphäre, aber transportiert wenig Gefühle der jungen Frau, die noch um ihre Mutter und später um ihren Freund trauert. Die innige Beziehung zur charismatischen Charmian Clift ist feinfühlig ausgearbeitet und auch der Schlussteil mit der Wiederkehr auf die Insel nach 10 Jahren ist voller schmerzlich-süßer und melancholischer Erinnerungen gespickt mit Ericas Erleben ihres Sommers auf der Insel. Im Rückblick wird klar: hinter der Fassade eines freien Lebens zwischen Meer, Mond, Retsina, Olivenbäumen und Gitarrenmusik lauern einige Schlangen im Paradies: Eifersucht, Fremdgehen, Egoismus, Drogen, Armut, gebeutelte Künstlerexistenzen und gescheiterte Emanzipation als Muse. Und so war es ein berauschender Sommer vor herrlicher Kulisse mit viel komplexen zwischenmenschlichem Theater – Samson changiert großartig zwischen Wunschvorstellungen, Traum und Enttäuschung im Paradies. Ein bisschen mehr Struktur im Mittelteil hätte dem Roman noch besser getan, denn Polly Samson ist eine leidenschaftliche Erzählerin, keine Frage.

  • Wilde Träume und Dämonen

    Am 03. März 2021 von bobbi geschrieben.

    Als ihre geliebte Mutter stirbt, flieht die 18-jährige Erica aus dem grauen London und vor dem gewalttätigen Vater auf die sonnendurchflutete, bunte griechische Insel Hydra. Eine scheinbare Idylle, ein Theater für Träumer im Jahre 1960 – finden sich dort zahlreiche junge Kreative aus der Welt zusammen, um zu schreiben, zu malen, zu lieben und das Leben zu genießen. Erica selbst ist mit ihrem Freund Jimmy, ihrem Bruder Bobby und weiteren Freunden angereist – im Kreise der australischen Schriftstellerin Charmian Clift und ihrem Ehemann George Johnston treffen sie auch auf den charismatischen, jungen Leonard Cohen und Marianne Ihlen. Polly Samson entführt uns in einen heißen, berauschenden Hippie-Sommer mit bildgewaltiger, assoziativer Prosa – es duftet nach Thymian, Wildblumen, Moussaka, die pinkfarbene Bougainvillea, die weißen steilen Gassen, das Meer, den Retsina, die sonnengebräunte Haut hat der Leser buchstäblich vor Augen. Ja, Hydra spielt hier eine Hauptrolle, aber auch die bunte Künstlergruppe – Liebschaften, Wünsche, Enttäuschungen. Samson mischt wahre Biografien wie die Liebesgeschichte zwischen Leonard und Marianne mit fiktiven Handlungen. Schnell reiht sie Bild an Bild, Charakter an Charakter und doch zieht sich der Roman trotz wunderschönen Beschreibungen etwas in die Länge – es fehlt ein richtungsgebender Plot. Es geht um die beobachtende, junge Erica, die ihren Weg im Leben noch sucht und mitten in der schmerzhaften Trauerverarbeitung steckt – erst angetan von der Freiheit und dem Lebensgefühl in der Kommune, schleichen sich auch Dämonen in die hitzedurchflutete Idylle. Eifersucht, Affären, zerbrochene Lieben, Erfolglosigkeit in der Kunst. Der Schein trügt und das Traumtheater kann nicht für immer aufrecht erhalten werden, ist Hydra noch so schön. Eine schöne und gelungene Abrundung ist der letzte Teil des Romans: Erica kehrt nach vielen Jahren zurück auf die Insel und lässt alles nochmal an sich vorbeiziehen, schwelgt in Erinnerungen – beispielsweise an den dann weltberühmten und mittlerweile verstorbenen Cohen. Ein Roman wie ein wilder, langer Sommertraum, aus dem man etwas zwiegespalten aufwacht.

  • Ein unvergänglicher Sommer

    Am 28. Februar 2021 von TL geschrieben.

    Nach dem Tod ihrer Mutter erben Erica Hart und ihr Bruder etwas Geld und ein Auto. Sie beschließen, weg vom cholerischen Vater, auf die griechische Insel Hydra zu reisen, wo sich eine alte Freundin ihrer Mutter, Charmian Clift, aufhält. Zusammen mit ihren Partnern lernen sie eine Menge neuer Leute wie Marianne Ihlen, Leonard Cohen, Axel Jensen und Charmians Mann, George Johnston kennen und erleben einen Sommer voller Hoch- und Tiefpunkte. Über einige der Personen, die zu dieser Zeit auf der Insel lebten, wurde gesagt „sie blieben zulange“. Die Insel war zugleich Fluch und Segen. Für all diejenigen die zum Schreiben und Malen hergekommen waren, war sie eine Muse, andere hingegen wurden mit der Zeit in den Sog aus Gerüchten und unerfüllten Hoffnungen hineingezogen und haben sich darin verloren. Zu Beginn war mir nicht ganz klar worauf der Roman hinausläuft, hatte also an die Storyline keinerlei Erwartungen. Man bekommt mit der Zeit das Gefühl, die Protagonistin ist auf einer Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter. Im Endeffekt erzählt das Buch die Geschichte Erica Harts aber genauso die Geschichte von Hydra in den 60ern. Dabei basiert der Roman auf wahren Begebenheiten die gut recherchiert sind. Schön ist, dass oft auf die Rolle der Frau zur damaligen Zeit hingewiesen wird und Feminismus immer wieder zum Thema wird. Den Schreibstil fand ich zu Beginn etwas anstrengend. In einem Satz wird eine ganze Zeitspanne zusammengefasst und ehe man das begriffen hat, ist man im nächsten Satz schon wieder viel weiter in der Geschichte. Nach ca. 80 Seiten entspannt sich das jedoch bzw. viel mir das Lesen leichter. Anfangs ergeben sich einige spannende Fragen, auf die man eine Antwort erwartet. Erst etwa in der Mitte des Romans wird eine weitere Enthüllung angekündigt, allerdings lässt diese bis zum Ende der Geschichte auf sich warten. Man wartet, dass es etwas passiert und wenn das dann der Fall ist, geht es blitzschnell. Der Schreibstil ist nämlich gegen Ende des Romans ähnlich wie zu Beginn. Als sich die Fragen klären und man auf das Leben der anderen zurückblickt, wird all das rasant abgehandelt. Im Mittelteil wird von einem einzigen Sommer berichtet und auf den letzten Seiten werden ganze Leben und Jahre zusammengefasst. Sommer der Träumer eignet sich sehr gut als Urlaubsroman, man wird buchstäblich hineingezogen in die 60er Jahre und in das Leben auf der Insel. Die Autorin schafft es durch ihre Beschreibungen dem Leser das Gefühl zu geben, selbst am Strand zu sitzen mit Salz in den Haaren. Man sieht die bergige Landschaft vor sich und nimmt all die Gerüche, ob vom Hafen oder von den köstlichen Speisen, wahr.

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