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Der Abstinent - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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»Ein literarischer Noir, dicht und spannend.« Richard Ford
Manchester, 1867. Im Morgengrauen hängen die Rebellen. Die englische Polizei wirft ihnen vor, die 'Fenians', irische Unabhängigkeitskämpfer, zu unterstützen. Eine gefährliche Machtgeste seines Vorgesetzten, findet Constable James O'Connor, der gerade aus Dublin nach Manchester versetzt wurde. Einst hieß es, er sei der klügste Mann der Stadt gewesen. Das war, bevor er seine Frau verlor, bevor er sich dem Whiskey hingab. Mittlerweile rührt er keinen Tropfen mehr an. Doch jetzt sinnen die 'Fenians' nach Rache. Der Kriegsveteran Stephen Doyle, amerikanischer Ire und vom Kämpfen besessen, heftet sich an O'Connors Fersen. Ein Kampf beginnt, der O'Connor tief hineinzieht in einen Strudel aus Verrat, Schuld und Gewalt.

Über den Autor / die Autorin

Ian McGuire, geboren 1964, ist ein britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Mit ›Nordwasser‹ war er 2016 für den Man Booker Prize nominiert. Der Roman wurde von der ›New York Times‹ zu einem der zehn besten Bücher des Jahres gewählt und wird von der BBC zur Serie verfilmt, mit Colin Farrell in der Hauptrolle.Jan Schönherr hat Charles Bukowski, Roald Dahl und Jonathan Safran Foer übersetzt und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Bericht

»'Der Abstinent' erzählt eindringlich von menschlichen Dramen, von Schuld, Verfehlungen, Schwächen und Verrat. «
Oberösterreichisches Volksblatt 30.04.2021

Produktdetails

Autoren Ian McGuire
Mitarbeit Jan Schönherr (Übersetzung)
Verlag DTV
 
Originaltitel The Abstainer
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 23.04.2021
 
EAN 9783423282727
ISBN 978-3-423-28272-7
Seiten 336
Abmessung 144 mm x 32 mm x 214 mm
Gewicht 476 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Gewalt, Mord, Geschichte, Rebellion, Geheimdienst, Verrat, Kriminalroman, USA, Realismus, Rache, Irland, England, 19. Jahrhundert, Historischer Roman, Unabhängigkeit, Abenteuerroman, Historischer Kriminalroman, Manchester, Pennsylvania, Vergeltung, Spionageroman, Historischer Abenteuerroman, Nordirlandkonflikt, Irlandkonflikt, Romane 2021, Bücher 2021, irisch englischer Konflikt, Fenian Brotherhood, Nordwasser

Kundenrezensionen

  • Zutiefst ratlos

    Am 03. Mai 2021 von raschke64 geschrieben.

    Manchester 1877. 3 Iren werden gehängt. Sie gehören zu den Unabhängigkeitskämpfern. Der Ire James O‘Connor ist bei der englischen Polizei. Ursprünglich stammt er aus Dublin, nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes verfällt er allerdings dem Alkohol. Sein Chef schickt ihm deshalb nach Manchester - seine letzte Chance, in der Polizei zu verbleiben. Dort hält er sich unter den in Manchester lebenden Iren einige Spitzel. Aus Amerika kommt Stephen Doyle, um die Freiheitsbewegung zu unterstützen. Sein primäres Ziel allerdings ist, den Bürgermeister von Manchester zu ermorden. Bei dieser Aktion allerdings ist O’Connor anwesend, sein Polizeikollege stirbt dabei. Doyle kann fliehen, O’Connor kommt ins Gefängnis. Das Buch lässt mich zutiefst ratlos zurück. Positiv ist zu erwähnen, dass die Anfangsseiten zwar aufgrund der vielen handelnden Personen ein wenig unübersichtlich sind und man sich in das Geschehen erst hineinlesen muss. Danach allerdings ist es gut lesbar. Kurze Sätze, viele Dialoge. Es fehlt zwar etwas die Spannung. Doch das Buch ist nicht als Krimi angekündigt, sondern als Roman. Und dafür geht es für mich in Ordnung. Inhaltlich allerdings weiß ich gar nichts damit anzufangen. Alles wird nur angerissen. Gerade am Anfang hat man das Gefühl, der Autor steht der irischen Freiheitsbewegung absolut negativ gegenüber. Allerdings hatte ich auch nicht das Gefühl, dass er Sympathie für seinen Haupthelden bei der englischen Polizei hat. Auch der weitere Fortgang der Geschichte lässt mich immer wieder fragen: Was will der Autor mir damit sagen? Ich konnte mir die Frage bis jetzt nicht beantworten. Das Ende allerdings hat mich dann etwas wütend gemacht. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was es sollte. Möglicherweise liegt es an mir. Trotzdem kann ich leider das Buch so nicht weiterempfehlen.

  • Es mangelt in jeder Hinsicht an Tiefgang

    Am 25. April 2021 von katicey geschrieben.

    1867, der irische Polizist James O´Connor wird nach dem Tod seiner Frau als trockener Alkoholiker nach Manchester versetzt. Dort soll er die „Fenians“ ausspionieren, eine Gruppe militanter irischer Unabhängigkeitskämpfer. Als drei dieser Männer hingerichtet werden, sinnen die Fenians unter Führung des irischstämmigen Amerikaners Stephen Doyle auf Rache. Nachdem O´Connors erster Spitzel bereits ermordet wurde, wird nun sein Neffe von der englischen Polizei genötigt, sich als Spion bei den Fenians einzuschleusen. Er liefert auch die entscheidende Information, die einen Anschlag verhindert, aber ein Polizist verliert trotzdem sein Leben. Während O´Connor dafür unberechtigter Weise im finstersten Gefängnisloch festgehalten wird, wird sein Neffe enttarnt und getötet. Nach seiner Entlassung schwört O´Connor Rache und folgt dem inzwischen in seine Heimat zurückgekehrten Doyle nach Amerika. Man steigt ohne große Einführung sofort in die Handlung ein und das macht es Anfangs etwas unübersichtlich. Ich brauchte einige Seiten, um die einzelnen Personen hinsichtlich ihrer Beziehung zu O´Connor und ihrer politischen bzw. gesellschaftlichen Stellung einzuordnen. Sehr viel einfacher war es, die düstere Grundstimmung des Buches zu erfassen. Der Autor beschreibt die damaligen Lebensumstände und vorherrschenden Probleme und Konflikte sprachlich sehr überzeugend. Leider war das aber auch das Einzige, was mich an dem Buch überzeugt hat. Aufgrund des Klappentextes hatte ich nicht erwartet, dass der irische Unabhängigkeitskampf selbst großartig thematisiert wird, sondern lediglich als Aufhänger für den Kampf zwischen O´Connor und Doyle dient. Ich hatte eher mit einer persönlich gefärbten Fehde zwischen den beiden gerechnet. Doch weder hat sich Doyle wie angekündigt ernsthaft an O´Connors ‚Fersen geheftet‘, sondern ist nach Amerika geflohen, noch konnte ich einen „erbitterten Kampf“ zwischen beiden feststellen. Das ist schade, denn dem Buch hätte die konsequente Verfolgung einer Erzählrichtung gutgetan – entweder durch Vertiefung in Richtung des politischen Konfliktes oder durch die Herausarbeitung einer echten Feindschaft zwischen O´Connor und Doyle. Beides hätte ein spannendes Setting schaffen können, so aber dümpelt die Geschichte nur vor sich hin. Zu viele Sachen werden angerisssen und dann wieder fallengelassen: die Hinrichtung der drei Fenians, O´Connors Beziehungen zu den Menschen in seinem Umfeld wie Rose, Michael und Fazackerley, seine Alkoholsucht, das geplante Attentat – um nur einige zu nennen. Nichts wird wirklich vertieft, das Buch kratzt von Anfang bis Ende immer nur an der Oberfläche und das geht zu Lasten der Spannung. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme, das Buch aus der Hand zu legen und habe auch nie das Bedürfnis verspürt, unbedingt weiterlesen zu wollen. Auf der Ebene der handelnden Personen wird es leider nicht besser. Sie werden beschrieben, ihnen werden Eigenschaften zugeordnet und ab und an erfährt man auch etwas aus ihrer Vergangenheit. Doch es gelingt dem Autor nicht, vielschichtige Persönlichkeiten mit Tiefgang zu erschaffen, mit denen man sich identifizieren kann, die Emotionen wecken. Da hilft auch der Rückfall von O´Connor in seine Alkoholsucht nicht, die eher rüberkommt wie eine vorübergehende Grippe als wie eine Reaktion auf eine emotionale Überforderung. Das alles wäre noch halbwegs verzeihlich und hätte für eine durchschnittliche Bewertung gereicht, aber das Ende des Buches war für mich die Krönung – im negativen Sinn. Wer hier auf einen Showdown hofft, wird maßlos enttäuscht werden. O´Connor folgt Doyle nach Amerika, findet seinen Aufenthaltsort heraus und geht wieder ohne ihm überhaupt persönlich zu begegnen – die tieferen Beweggründe bleiben wieder einmal im Dunkeln. Was danach passiert, wird von einem schnell noch in die Geschichte eingefügten und letztendlich im Leben gescheiterten Schützling von O´Connor „erzählt“. Ein abstrus anmutendes Ende, das mich zu einer weiteren Abwertung veranlasst hat.

  • Düstere Handlung bei mitreißendem Schreibstil

    Am 23. April 2021 von Me.Kristin geschrieben.

    "Der Abstinent" war für mich das erste Buch des Autors. Sein Schreibstil hat mich direkt begeistert. Er ist sehr mitreißend und gleichzeitig bildhaft und detailreich, sodass man sich als Leser sehr gut in die beschriebenen Situationen vorstellen kann und Satz um Satz nahezu verschlingt. Ebendieser Schreibstil ist es auch, der dem Leser die verschiedenen Charaktere dieses Buches nahe bringt. Mir gefällt das historische Setting gepaart mit dieser spannenden Handlung sehr - mal etwas anderes! Dabei gefällt mir, dass es Konflikte auf verschiedenen Ebenen gibt. Zum einen die politischen Spannungen zwischen Irland und England, der sich auch bei und zwischen den Ermittlern widerspiegelt. Zum anderen auch der innere Konflikt des Protagonisten James O'Connor. Diese Faktoren machen das Buch sehr kurzweilig da die Spannung fast durchgehend hochgehalten wird. Die Sprache ist auch bei den Beschreibungen von Gewalt recht explizit. Dies ist keinesfalls schlecht, sollte dem Leser aber bewusst sein, da es sicher nicht für alle geeignet ist. Gefehlt haben mir etwas tiefergehende Informationen zur damaligen politischen Situation in Irland, als Hintergrund für die Handlung.

  • Düster und mitreißend

    Am 12. April 2021 von Karolina geschrieben.

    Zum Inhalt: James O’Connor ist Polizist und wird von Dublin nach Manchester versetzt. Er wurde in Dublin sehr geschätzt, nach dem Tod seiner Frau gab er sich jedoch dem Alkohol hin. Nachdem er aufgehört hat, geht es für ihn nach Manchester, wo er mitten in die Konflikte zwischen Iren und Engländern gerät. Die Briten hängen drei Fenians, wie man die irischen Unabhängigkeitskämpfer nennt. Aufgrund seiner irischen Herkunft soll er für Frieden zwischen den Parteien sorgen, jedoch lassen sich die Fenians nicht aufhalten und fordern Rache für ihre ermordeten Kämpfer. Allen voran findet man Stephen Dole, amerikanischer Ire, der unermüdlich für die Unabhängigkeit kämpft. Dole wird schnell zum Gegenspieler O’Connors. Meine Meinung: „Der Abstinent“ ist mein erstes Werk von Ian McGuire. Es hat mich durch einen unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil überzeugt. Zudem wird deutlich, dass McGuire viel Recherchearbeit betrieben hat, um so den britisch-irischen Konflikt angemessen darzustellen. Da ich lange in Großbritannien studiert habe, kenne ich die Geschichte rund um diesen Konflikt, jemand, der allerdings nicht damit bekannt ist, wird wohl trotz guter Recherche an der einen oder anderen Stelle offene Fragen haben. Zudem sollte unbedingt erwähnt werden, dass das Werk sehr düster und brutal geschrieben ist. Ich bin ein großer Fan von Konflikten und düsteren Werken, so dass ich dieses als sehr positiv bewerte. Man sollte sich dem aber vor Beginn der Lektüre bewusst sein. Alles in allem ein empfehlenswertes Werk um ein wichtiges Stück britisch-irischer Geschichte, aber auch über den Konflikt zwischen zwei Männern.

  • Rauer Geschichtskrimi

    Am 05. April 2021 von carl.a geschrieben.

    Ein historischer Geschichtskrimi, der einem zunächst in das Jahr 1867 mitnimmt und mit einer brutalen Hinrichtung dreier Iren beginnt, die für den Überfall auf einen Gefangenentransport, bei dem ein englischer Polizist ums Leben kam, bestraft werden. Ein Zeichen der englischen Macht, beschwört schon die Rache der Fenians, der irischen Rebellen herauf. Das raue Klima zwischen den verfeindeten Gruppen hat der Autor im Roman gut aufgenommen. Exemplarisch wird das gegenüber von Iren und Engländern, an den beiden Protagonisten des Romans verdeutlicht und gewinnt dadurch Gesicht und Ausdruck: zum einen ist da der Abstinent, Colonel James O´Connor, der nicht nur mit den äußeren Feinden, den Iren, zu kämpfen hat, sondern auch mit seiner Vergangenheit. Auf der anderen Seite ist da der importierte irische Rebell Stephen Doyle auf der anderen Seite, als Leser leidet und kämpft man auf beiden Seiten des historischen Thrillers mit, welche Seite wohl am Ende die Oberhand gewinnen wird. Gut nachgezeichnet wird in dem dunklen Roman die Zeit in England in der Mitte des 19. Jahrhunderts, mit der schmutzigen Industrialisierung und dem alten Konflikt zwischen England und Irland. Über die man als Leser am Rande eine Menge erfährt und lernen kann. Diese Atmosphäre hat der Autor hervorragend aufgenommen. Auch wenn er an manchen Stellen ein paar Längen aufweist, bleibt die Spannung bis zum Schluss des Romans erhalten.

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