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Vier.Zwei.Eins. - Vier Menschen, zwei Wahrheiten, eine Lüge. Roman

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Am Anfang stand der Betrug. Es folgte die Lüge. Dann war es nur noch Feigheit.
Und keiner hatte die leiseste Ahnung, in welche Katastrophe uns das alle führen würde.


Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall.
Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden.

Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura.
Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.

15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht...

Über den Autor / die Autorin

Erin Kelly ist die Autorin des offiziellen Filmbuchs der erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten TV-Serie»Broadchurch« (»Der Mörder unter uns«). Sie ist Literaturwissenschaftlerin und Journalistin. U.a. schrieb sie für Zeitschriften wie »Elle«, »Cosmopolitan«, »Marie Claire« oder für große Tageszeitungen wie die »Sunday Times« und die »Daily Mail«. Erin Kelly lebt mit ihrer Familie im Norden von London.

Zusammenfassung

Am Anfang stand der Betrug. Es folgte die Lüge. Dann war es nur noch Feigheit.
Und keiner hatte die leiseste Ahnung, in welche Katastrophe uns das alle führen würde.


Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall.
Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden.

Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura.
Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.

15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht…

Zusatztext

es ist spannend, und es funktioniert bis zur letzten Seite

Bericht

ein raffiniertes Verwirrspiel Für Sie 20181008

Produktdetails

Autoren Erin Kelly
Mitarbeit Susanne Goga-Klinkenberg (Übersetzung)
Verlag FISCHER Scherz
 
Originaltitel She Said - He Said
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 22.08.2018
 
EAN 9783651025714
ISBN 978-3-651-02571-4
Seiten 480
Abmessung 140 mm x 214 mm x 34 mm
Gewicht 575 g
Themen Belletristik > Spannung > Krimis, Thriller, Spionage

Betrug, Lüge, Wahrheit, Sonnenfinsternis, Kontakt, Vergewaltigung, Cornwall, London, Belletristik in Übersetzung, Psychothriller, Totalität, Färöer-Inseln, feigheit, Falschaussage, Lizard Point, Faroer Inseln

Kundenrezensionen

  • Zu Beginn etwas langweilig, später überraschend

    Am 07. September 2018 von Lilli333 geschrieben.

    Inhalt: Auf einem Festival in Cornwall meint die junge Laura eine Vergewaltigung beobachtet zu haben. Der Mann streitet dies vehement ab. Beim Prozess sagt Laura zugunsten des Opfers Beth aus, aber nach und nach kommen ihr Zweifel, zumal sich Beth zu einer Bedrohung für Laura und ihren Freund Kit entwickelt … Meine Meinung: Mir gefiel die zweigeteilte Erzählung recht gut. Ein Handlungsstrang berichtet über die Ereignisse zur Sonnenfinsternis 1999 in Cornwall, der zweite Strang spielt 2015, als Kit allein zu einer Sonnenfinsternis auf den Färöern aufbricht, während die schwangere Laura allein zu Hause in London bleibt. Die beiden sind untergetaucht, um nicht mehr von Beth gefunden zu werden, die offensichtlich mittlerweile eine Bedrohung darstellt. Die Ausgangssituation fand ich noch sehr interessant, die Frage, was ist wirklich passiert. War es eine Vergewaltigung oder nicht? Und wie kam es dazu, dass sich das junge Paar von Beth bedroht fühlt? Doch dann plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin. Es passiert nichts wirklich Aufregendes. In der zweiten Hälfte des Buches wird es dann spannender. Langsam kristallisiert sich eine Entwicklung heraus, mit der ich nie gerechnet hätte und die mich vollkommen überraschend kalt erwischt hat. Die Protagonisten fand ich alle nicht sonderlich sympathisch, obwohl sie teilweise als liebevoll und fürsorglich dargestellt werden. Aber da war immer noch etwas im Hintergrund, das mich auf Abstand hielt. So konnte ich auch leider gar nicht richtig mit fiebern, weil mir die Figuren einfach nicht wirklich wichtig waren. Der Roman lässt sich schlecht in ein Genre einordnen. Wer allerdings einen klassischen Thriller oder Kriminalroman erwartet, wird enttäuscht werden.

  • Gut mit ein paar Längen

    Am 28. August 2018 von MsChili geschrieben.

    Kit und Laura sind 1999 auf einer Sonnenfinsternis. Ab diesem Tag ist nichts mehr wie es vorher war. Denn Laura ist der festen Überzeugung Zeugin einer grausamen Tat geworden zu sein. Der Klappentext des Buchs hat mich sofort heiß gemacht und auch die Leseprobe habe ich verschlungen. Als ich dann das Buch in der Hand hielt, war ich anfangs etwas enttäuscht. Die Leseprobe greift recht weit vor und es passiert wenig grundbewegendes am Anfang. Man begleitet Kit und Laura durch ihr Leben im Jahr 2015 und auch in der Vergangenheit. Für mich gab es so einige Passagen, die recht langatmig waren und ich musste mich doch ein wenig zwingen das Buch nicht aus der Hand zu legen. Diese Stellen waren schnell gelesen und irgendwann hatte mich das Buch doch. Die ganzen Verwirrungen und Lügen, die sich durchs Buch ziehen, haben es erst einmal fast unmöglich gemacht, herauszufinden was jetzt die Wahrheit und was die Lüge ist. Durch den Perspektivwechsel bekommt man die Geschichte anfangs immer nur von einer Person mit, jedoch gibt es gegen Ende ein paar Passagen von Kit, die mehr aus der Vergangenheit verraten. Mehr möchte ich aber nicht sagen. Grundsätzlich war es gut beide zu begleiten, aber Kit ist mir von Anfang an nicht so sympathisch und koscher herüber gekommen. Richtig benennen kann ich es nicht. Es waren nur so kurze Sätze, die er mal gesagt hat. Laura war mir schon sympathisch, auch wenn ich ihre Angstattacken nicht immer verstehen konnte und gegen Ende war ich von ihrer Art doch etwas überrascht. Das Ende an sich fand ich aber gelungen, jeder hat sozusagen das bekommen was er verdient hat. Interessant wäre es noch gewesen, auch etwas aus Beth' Sicht zu lesen. Ein gutes Buch. Ein paar Seiten weniger, ein paar kürzere Beschreibungen und es wäre spannender gewesen. Hat mich doch noch fesseln können.

  • Ein Verbrechen im Schatten der Sonne

    Am 27. August 2018 von Dirk Heinemann geschrieben.

    Kit, Laura, Beth und Jamie sind junge Menschen, die sich im Sommer 1999 in Cornwall eine Sonnenfinsternis ansehen wollen. Was dort geschieht, soll die nächsten 15 Jahre ihres Lebens prägen. Das Cover mit dem dunklen Bild und der orangen Schrift gefällt mir gut. Es hat etwas düsteres und das passt gut zur Geschichte. Die Geschichte wird aus Sicht der 4 Protagonisten erzählt. Dabei wechselt der Erzähler sowie auch die Zeit. Wir springen zwischen den Jahren 1999/2000 und 2015 hin und her. Wenn man sich auf diese Zeitsprünge eingestellt hat, liest sich das Buch sehr gut. Erin Kelly schafft es den Leser wiederholt auf eine falsche Fährte zu locken. Erst am Ende wird deutlich was sich in Cornwall tatsächlich ereignet hat. Ohne zuviel zu verraten, kann ich sagen, dass es eine Geschichte voller Lügen ist. Sie handelt von Kit, der bereits als kleiner Junge seine erste Sonnenfinsternis erlebt hat. Seitdem reist er um die Welt und versucht möglichst jede totale Sonnenfinsternis zu erleben und zu fotografieren. Bei der Sonnenfinsternis in Cornwall beobachtet seine Freundin Laura ein Vergewaltigung und beide müssen im Anschluss vor Gericht aussagen. Später verstecken sie sich vor dem Opfer Beth und ändern sogar ihren Namen. Doch warum haben sie vor Beth so große Angst? Ich durfte das Buch Dank Vorablesen lesen und habe damit an der Leserunde des FISCHER Leseclub von LOVELYBOOKS teilgenommen. Beides hat mir viel Spaß bereit. Ich vergebe für das Buch 4 Sterne.

  • Folgenschwere Lügen

    Am 25. August 2018 von bookloving geschrieben.

    Mit dem Roman „Vier.Zwei.Eins.“ ist der Autorin Erin Kelly ein fesselnder, clever konstruierter Psychothriller gelungen, der erst allmählich Fahrt aufnimmt, dann aber im letzten Drittel mit der Enthüllung eines komplexen Lügengeflechts nicht mehr aus der Hand zu legen ist. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive der zwei Protagonisten Laura und Kit. Zudem ist die Geschichte auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelt und springt permanent zwischen den Ereignissen der Vergangenheit zwischen den Jahren 1999 und 2000 sowie der Gegenwart von 2015 hin und her, so dass man anfangs die Kapitelüberschiften zur besseren Orientierung lesen sollte. Insgesamt ist der lebendige, abwechslungsreiche Erzählstil der Autorin jedoch sehr angenehm zu lesen. Obwohl sich die Geschichte, die dramaturgisch in die fünf Phasen der Sonnenfinsternis aufgeteilt ist, sehr behutsam entwickelt, versteht es die Autorin eine gewisse Grundspannung und unheilvolle Atmosphäre aufzubauen. Lange Zeit ist es allerdings für den Leser völlig unklar, auf was die Geschichte überhaupt hinauslaufen wird. Auf der verzweifelten Suche nach den kleinsten Hinweisen und Hintergründen in den unterschiedlichen, je nach Perspektive subjektiv eingefärbten Rückblicken, erleben wir als Leser ein clever konstruiertes Verwirrspiel mit vielen Lügen und geschickt gestreuten falschen Fährten, das uns allerding recht lang auf die Folter spannt. Kaum glaubt man in einem Punkt endlich etwas mehr Durchblick zu haben, steht man vor neuen Unklarheiten und muss bald erkennen, dass nichts so ist, wie gedacht. Im letzten Drittel ziehen schließlich Tempo und Spannung enorm an. Nach einigen überraschenden Wendungen werden immer mehr fatale Verstrickungen der Charaktere offenbar. Mit der schrittweisen Enthüllung des komplexen Lügengeflechts hält die Autorin uns Leser in Atem und offenbart so manche schockierenden Abgründe der menschlichen Psyche. Der Thriller gipfelt in einem sehr packenden Finale und klingt mit einem völlig überraschenden, geschickt gewählten Ende aus, das einen ziemlich sprachlos zurück lässt. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Charaktere mit ihren Höhen und Tiefen zu treffen. Durch die wählte Ich-Perspektive werden lange Zeit nur Bruchstücke ihrer wahren Gefühls- und Gedankenwelt offenbart und es ist an uns, auszuloten, welchen Teil ihrer geschilderten Erlebnisse wir Glauben schenken wollen und wo es angebracht ist, ihnen zu misstrauen. Daher muss man auch bei den Figuren auf so manche Überraschung und schockierende Enthüllung gefasst sein. FAZIT Ein fesselnder, raffiniert konstruierter Thriller mit einem faszinierenden Lügengeflecht und schockierenden Enthüllungen, der allerdings sehr langsam Fahrt aufnimmt!

  • Lügengebilde

    Am 24. August 2018 von Cyrana geschrieben.

    Sommer 1999 in Cornwall. Laura, Kit, Beth und Jamie schauen sich die Sonnenfinsternis an und danach ist ihr Leben nicht mehr so, wie es vorher war. Kit reist schon seit vielen Jahren dem Ereignis der Sonnenfinsternis hinterher. In Cornwall ist seine Freundin Laura mit dabei und sie wird Zeugin einer Vergewaltigung. Kit und Laura sagen vor Gericht aus. Doch dann steht plötzlich das Vergewaltigungsopfer Beth vor ihrer Tür. Kit und Laura flüchten und leben unter anderem Namen. Doch was ist damals passiert? Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen (1999/2000) sowie 2015. Kit und Laura leben ein Leben praktisch ohne social media, sehr zurück gezogen. Die Spannung steigert sich vor allem am Ende des Buches und auch der Leser erfährt erst ganz am Schluss, was damals wirklich passiert ist. Zwischendurch flachte für mich die Spannung etwas ab, wurde am Ende aber wieder angezogen.

  • Ein Netz aus Lügen...

    Am 22. August 2018 von Caro2929 geschrieben.

    Klappentext: "Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Im fahlen Dämmerlicht danach, glaubt Laura, etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. 15 Jahre später: Laura und Kit leben unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Laura lebt in ständiger Angst, dass die Frau sie wieder finden wird. Käme dann etwas ans Tageslicht, das womöglich besser im Dunkeln geblieben wäre?" Meine Meinung: *Achtung Spoiler könnten enthalten sein* Ich bin absolut geflashed von dem Buch. Es hat mich tatsächlich sprachlos zurückgelassen. Eine Geschichte gespannt durch ein Netz von Lügen. Unvorhersehbare Wendungen und absolut abscheuliche Handlungen, mit denen man absolut nicht gerechnet hat. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Zwar hatte ich nicht das Bedürfnis, dass Buch unter keinen Umständen aus der Hand legen zu wollen, aber eine gewisse Grundspannung beherrscht das Buch. Ab und an, möchte man aber schneller in die Geschichte vordringen, als die Autorin es dem Leser erlaubt. Trotzdem ist die Geschichte alles, aber nicht langweilig. Man wird konfrontiert mit Perversitäten, mit denen niemand gerechnet hat. Es ist einfach eine fesselnde Geschichte mit abtrünnigstem Verhalten von Menschen, bei denen man am wenigsten damit rechnet. Nun denkt der Leser endgültig, alles ist aufgeklärt, aber nein, dann kommt noch ganz am Ende ein Geständnis, mit dem wirklich niemand gerechnet hätte... Grandios. Aber auch perfide. Die Charaktere, ja, ich weiß auch nicht so richtig, was ich zu ihnen sagen soll, denn nichts ist so, wie es scheint. Ein Meisterwerk an Verwirrungen... Fazit: Ich bin sprachlos zurückgeblieben. Klare Leseempfehlung!

  • Wer einmal lügt ...

    Am 22. August 2018 von Melanie E. geschrieben.

    "Vier.Zwei.Eins" ist ein Roman, der etwas länger benötigt, um rasante Spannung aufnehmen zu können. Vorerst plätschert das Geschehen vor sich hin und verwirrt den Leser / die Leserin eher als zu begeistern. Meine doch recht hohe Erwartungshaltung wurde erst im letzten Teil des Buches erfüllt. Die ersten drei Abschnitte sind eine Einleitung in die Lüge, die auch im Klappentext und dem Cover erwähnt wird. Sobald zu erkennen ist, wo Betrug und Lüge stattgefunden haben, konnte ich die Story als relativ gelungen ansehen, zuvor war ich eher zum Durchhalten motiviert, da ich selten ein Buch abbreche. Es hat sich letztendlich gelohnt und meine zuvor eher durchwachsene Meinung dazu anleiten können, "Vier.Zwei.Eins" zu einer Vier Sterne Rezension zu verhelfen. Es bestätigt sich wieder einmal mehr "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht" oder auch "Lügen haben kurze Beine", denn jede kleinste Lüge / Notlüge zieht einen riesigen Rattenschwanz hinter sich her, was die Protagonisten des Buches schmerzlich erfahren müssen. Dieses ist der rote Faden der Story und entlädt ich zum Abschluss der Story mit einer mächtigen Überraschung, denn nichts bleibt, wie es zuvor den Anschein hat und eine Lüge wird von einer anderen sehr bedeutenden Lüge abgelöst. Zum Ende hin baut die Autorin mächtige Spannungsmomente auf, die zuvor sehr vernachlässigt worden sind. Vom Cover her erwartete ich eher einen Thriller, da die Farben doch sehr düster gewählt wurden. Letztendlich bestätigt sich mein erster Eindruck, denn der Showdown am Ende ist wirklich sehr gelungen und einem Thriller würdig. Als Leserin bin ich von der Wendung fasziniert und musste manche Meinungen zu Personen ändern. Der erste Eindruck trügt definitiv und Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden. Vielleicht wird es auch nie wieder wie vorher sein? Die Vergewaltigung von Beth nimmt einen großen Teil der Story ein und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Situation und Gerichtsverhandlung sind sehr authentisch beschrieben und hinterlassen einen negativen Beigeschmack. Keine Frau sollte dieses ertragen müssen. Im Gesamteindruck hat "Vier.Zwei.Eins" dann doch überzeugt, wobei ich lange Zweifel daran hatte, ob Sonnenfinsternis alleine reicht, um der Aufhänger eines Buches zu werden, gepaart mit einer Vergewaltigung und einer Lüge. Eine Lüge, die Menschen entzweit und das Ende anders aussehen lässt als vermutet. Eine gelungene Wendung, die für mich nicht vorhersehbar war. Sehr gerne eine Leseempfehlung!

  • Eine verhängnisvolle Suche nach der Wahrheit

    Am 21. August 2018 von Krimine geschrieben.

    Naturphänomene haben schon immer eine enorme Anziehungskraft auf uns Menschen ausgeübt. Wie auf Kit, der gemeinsam mit einem Freund zu den Färöer-Inseln reist, um eine Sonnenfinsternis zu erleben. Allerdings bleibt seine hochschwangere Freundin Laura in dieser Zeit alleine zu Hause, was Kit nicht wirklich gefällt. Denn sechzehn Jahre zuvor ist während einer solchen Sonnenfinsternis etwas Schreckliches geschehen, das ihnen noch immer zu schaffen macht. So wurde Laura Zeugin einer Vergewaltigung und wird seit dem vom Opfer verfolgt. Nur eine Flucht unter falschem Namen und an einen geheimen Ort hat sie vor ihr retten können. Und tatsächlich, kaum ist Kit weg, steht Beth erneut vor Lauras Tür und eine verhängnisvolle Suche nach der Wahrheit nimmt ihren Lauf. Erst sind es nur Andeutungen, dann werden es Tatsachen. Die amerikanische Autorin Erin Kelly versteht es, ihre Leser neugierig zu machen und mit der Frage zu beschäftigen, was auf einem Festival während einer Sonnenfinsternis in Cornwall geschehen ist. In zwei Zeitebenen mit wechselnden Perspektiven aus der Sicht von Kit und Laura abwechselnd erzählt, geht sie dem fatalen Geschehen nach und entblättert allmählich, welche Schuld jeder Einzelne der Beteiligten auf sich geladen hat. Denn obwohl es damals augenscheinlich ein Verbrechen gab, sind die Umstände der entwürdigenden Tat auch sechzehn Jahre danach nicht vollständig geklärt. Deshalb geschieht es, dass plötzlich Erstaunliches ans Tageslicht tritt und die damaligen Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen. Laura, Kit, Beth und auch Jamie sind allesamt keine Sympathieträger. Sie bleiben die Handlung hindurch unnahbar, wobei Laura diejenige ist, die der Leser am ehesten versteht. Wohl auch, weil ihre Schilderungen den größten Teil der Handlung bestreiten und er sie am besten kennenlernt. Demgegenüber agiert ihr Ehemann Kit eher im Hintergrund, während Beth verantwortlich für die immer wieder auftauchenden Probleme ist. Und dann gibt es da noch Jamie, der als narzisstisch veranlagter Sohn reicher Eltern nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Sie alle sorgen in einem verwirrenden Zusammenspiel dafür, dass lange Zeit nicht zwischen Wahrheit und Lüge unterschieden werden kann. Fazit: "Vier.Zwei.Eins.: 4 Menschen, 2 Wahrheiten, 1 Lüge" ist ein clever erdachter Roman, in dem der Leser immer wieder ausloten muss, wem er glauben kann und wem nicht. Und obwohl die Handlung stellenweise etwas konstruiert erscheint und das Ende reine Geschmackssache ist, bleibt die Spannung konstant und treibt den Leser Seite für Seite voran.

  • Erin Kelly spielt mit uns. Wem kann man trauen?

    Am 21. August 2018 von Stinsome geschrieben.

    Bei diesem Buch wusste ich lange Zeit nicht, wie ich es am Ende bewerten würde, weil sich meine Meinung während des Lesens immer wieder verändert hat. Es handelt sich nicht um einen Thriller, bei dem man stetig unter Hochspannung steht und eine Aktion die nächste jagt, aber man kann auch nicht davon sprechen, dass es nicht durchgehend spannend ist, denn obwohl es handlungstechnisch eher ruhig ist lauert doch die ganze Zeit eine unbestimmbare Gefahr unter der Oberfläche. Man wird von der mysteriösen, geheimnisvollen Stimmung eingesogen und hat den ständigen Drang, weiterzulesen, weil man wissen möchte – nein, weil man wissen muss (!) – was sich in der Vergangenheit zugetragen hat. Neugierig macht schon die interessante Unterteilung des Buches in fünf Abschnitte – die fünf Phasen einer totalen Sonnenfinsternis. Sonnenfinsternisse spielen in diesem Thriller eine große Rolle, denn sie sind in Kits und Lauras Leben ein wichtiger Bestandteil und die einzige Sicherheitslücke. Das Paar hat sich mitsamt Namensänderung und Ortswechsel ein neues Leben aufgebaut, aber ihre Leidenschaft und ihr Interesse für Sonnenfinsternisse führt sie immer wieder an Orte, an denen Beth sie finden kann, denn sie weiß von diesem Interesse. Trotz dieser Ausgangssituation macht sich Kit zu Beginn des Buches auf die Jagd nach der nächsten Sonnenfinsternis und lässt seine mittlerweile schwangere Frau Laura schweren Herzens zurück. Schon hier setzt die unbehagliche Stimmung des Buches ein, denn das kann eigentlich nicht gutgehen. Die Autorin lässt uns abwechselnd in die Vergangenheit und die Gegenwart eintauchen, mal aus Lauras, mal aus Kits Sicht lesen und wir erfahren dabei nach und nach, was sich damals zugetragen hat, obwohl erst in der Gegenwart alles klar scheint. Ich hatte insgesamt den Eindruck, dass die Autorin manchmal zu weit ausgeholt und zu viele unwichtige Informationen hat einfließen lassen, was das Lesen manchmal etwas träge gemacht hat. Die zahlreichen Details und Erlebnisse zu den Sonnenfinsternissen fand ich jedoch sehr interessant und haben mir auch ein bisschen Lust gemacht, mich mit diesem Phänomen näher zu beschäftigen. Über die manchmal etwas ausufernden Beschreibungen lässt sich meiner Meinung nach hinwegsehen, denn die stetig vorhandene „stille“ Spannung lässt trotzdem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Die Autorin versteht es, den Leser in Fallen zu locken, ihm immer wieder einen Bären aufzubinden und ihn in Richtungen zu lenken, die weit von der Wahrheit entfernt sind. Am Ende sieht man sich mit einer Wahrheit konfrontiert, die überrascht, die alles auf den Kopf stellt und die die eigene Meinung über das Verhalten mancher Personen rückblickend stark verändert. Man muss seinen Eindruck von den Personen immer wieder revidieren, denn man kann zu keinem Zeitpunkt sicher sagen, wem man trauen kann und wem nicht und wer die Wahrheit sagt und wer nicht. Erin Kelly spielt mit dem Leser und ich für meinen Teil bin ihr immer wieder auf den Leim gegangen.

  • Wenn die Wahrheit die Vergangenheit einholt...

    Am 20. August 2018 von Biene2004 geschrieben.

    Das Cover würde in der Buchhandlung ganz bestimmt meine Aufmerksamkeit erregen, da der Leser auf jeden Fall „einen zweiten Blick riskieren muss“, um die Einzelheiten erfassen zu können. Clever gemacht! Auch die kurze Inhaltsangabe trug auf jeden Fall dazu bei, dass mein Interesse geweckt wurde. Der Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin Erin Kelly ist locker und leicht verständlich, jedoch teilweise auch ziemlich „langatmig“, sodass ich persönlich Schwierigkeiten hatte, mich von der Geschichte rund um Laura und Kit mitreißen zu lassen. Die teilweise doch sehr ausführlichen Vorträge zum Thema Sonnenfinsternis waren mir zu öde und auch zu weitläufig. Hinzu kommt, dass die Geschichte in den ersten Kapiteln meistens mehr oder weniger leicht und seicht vor sich hinplätschert, denn erstmal passiert nicht wirklich viel. Hier musste ich mich wirklich so manches Mal zum Weiterlesen überreden. Ich glaube, wenn ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde hätte lesen dürfen, hätte ich ganz bestimmt irgendwo in der ersten Hälfte abgebrochen… Die Hauptprotagonisten Laura, Kit und Beth werden insgesamt nicht so beschrieben, dass ich mit einer von ihnen von Anfang an sympathisiere, irgendwie werde ich bis kurz vor dem Ende mit keinem Charakter so richtig „warm“. Und zum Schluss fiebert man wahrscheinlich ganz automatisch mit, weil alleine die Spannung was anderes schon gar nicht wirklich zulässt. Das Ende wiederum hält dann einige Überraschungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet hätte! Hier ist es der Autorin Kelly wirklich total gut gelungen, die ganze Geschichte komplett anders aussehen zu lassen als es anfangs scheint. Auch die Spannung ist hier in den letzten Kapiteln zum Greifen nah, sowas hätte ich mir für dieses Buch schon viel viel eher gewünscht. Auch die einzelnen Charaktere bekommen hier endlich mehr „Farbe“, als es wirklich darauf ankommt, wer die Wahrheit spricht und wer nicht. Ich habe selten so lange überlegt, wie viele Sterne ich vergeben möchte. Doch die Tatsache, dass ich dieses Buch sicherlich nicht zu Ende gelesen hätte, wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde bekommen hätte, hat mich zu meinem diesem Ergebnis kommen lassen, dass ich trotz der wirklich spannenden und guten letzten Kapitel nicht mehr als drei Sternchen vergeben kann. Schade um so viel verschenktes Potenzial!

  • Konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen...

    Am 15. August 2018 von Sandra8811 geschrieben.

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich fand den Hintergrund der Sonnenfinsternis spannend und der Klappentext klang sehr spannend. Cover: Das düstere Cover hat mich gleich auf den ersten Blick angezogen. Für mich war das Buch gleich klar ersichtlich als Thriller. Durch die einzelne Person zwischen den Bäumen vermutet man, dass es sich wohl um eine Flucht handelt oder darum, dass jemand alleine ist. Alles in allem finde ich das Cover großartig! Inhalt: Laura und Kit erleben 1999 die Sonnenfinsternis, kurz danach werden sie Zeuge einer Vergewaltigung, oder doch nicht? Ein Netz aus Lügen breitet sich aus, welches erhebliche Konsequenzen hat. Handlung und Thematik: Die Grundidee der Handlung fand ich gut. Allerdings war vor allem der erste Teil sehr langatmig und schleppend… Anfangs gings eigentlich sehr oft um Alkohol und Drogen. Die beiden Handlungsstränge der Vergangenheit und der Gegenwart sind super dargestellt, allerdings wirkte vor allem das Ende sehr konstruiert und unrealistisch. Die Sonnenfinsternis fand ich super dargestellt und die Sonnenfinsternis-Jäger sind ja tatsächlich real. Charaktere: Anfangs war mir Laura sympathisch. Sie ist eine hilfsbereite Person die gerne auch mal ihre Bedürfnisse nach hinten stellt. Dies hat sich allerdings mit der Zeit gelegt. Kit handelte nicht immer logisch, da ich Charaktere nicht mag, die sich durch große Dummheit irgendwo rein manövrieren (mehrfach!) konnte ich Kit bereits am Anfang nicht leiden. Beth war gut dargestellt, bei ihr war ich mir nie sicher was ich von ihr halten soll. Schreibstil: Das Buch war einfach geschrieben, allerdings vor allem am Anfang sehr langatmig und langweilig. Es wurde etwas besser, aber vom Hocker gehauen hat mich der Schreibstil nicht. Die Ich-Perspektiven-Wechsel fand ich gut und auch, dass man immer gleich wusste um wen es geht und zu welchem Zeitpunkt. Persönliche Gesamtbewertung: Leider konnte dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich fand auf den ersten Seiten die Charaktere gut, später aber nicht mehr. Die Handlung wirkte viel zu konstruiert und die Spannung fehlte zu Beginn ganz. Da ich im Mittelteil aber miträtseln konnte, was jetzt nun wahr ist und was nicht, fand ich es dann nicht soo schlecht. Wer gerne rätselt, ist mit diesem Buch gut bedient. Für den ersten Teil würde aber auch die gekürzte Leseprobe ausreichen…

  • wer sagt die Wahrheit

    Am 12. August 2018 von spozal89 geschrieben.

    "Ich betrachte sie im Spiegel. Das Etuikleid verbirgt ihre Kurven. Ich habe meine Haare, die langen, leuchtenden Haare, die er angeblich im Dunkeln erkennen konnte, zu einem braven Knoten gesteckt. Wir sehen...sittsam aus, das ist wohl das richtige Wort, obwohl mich niemal jemals so beschrieben hat. Wir sind nicht mehr die Mädchen vom Festival: die Mädchen, die ihre Körper und Gesichter golden bemalten und heulend unter dem Mond tanzten. Diese Mädchen gibt es nicht mehr, beide sind auf ihre Weise tot. Draußen schlägt eine schwere Tür zu, wir zucken zusammen. Sie ist ebenso nervös wie ich. Dann endlich schauen unsere Spiegelbilder einande an und stellen jene Fragen, die zu gewaltig und zu gefährlich sind, um sie laut auszusprechen. Wie konnte es dazu kommen? Wie sind wir hier gelandet? Wie wird es enden?" "Vier.Zwei.Eins" war das erste Buch, welches ich von der Autorin Erin Kelly gelesen habe. Die Autorin wusste wirklich von Anfang an, wie sie den Leser verunsichert. Die Irrungen und Wirrungen waren bis zum Schluss super aufgebaut und es gab einige Entwicklungen, die ich so nicht gedacht hätte. Der Aufbau der Geschichte gefiel mir gut, denn durch die Gegenwart und die Vergangenheit wurde man gut in die Handlung aufgenommen. Allerdings gab es oft einige Passagen, die die Handlung in die Länge zogen und oftmals ging mir dieses viele hin und her auf die Nerven, weil man tatsächlich bis zur Hälfte des Buches nicht wirklich wusste was Sache ist. Erst auf den letzten 100 Seiten, nam die Geschichte dann nochmal die Fahrt auf und endlich wurde alles aufgedeckt. Wobei vieles recht unrealistischt und zu konstruiert erschien. Mit keinem der Charaktere wurde ich bis zum Schluss warm und letzenldich fand ich alle Personnen irgendwie seltsam. Der Plot der Geschichte war an sich gut, vorallem konnte man wirklich die Lüge von der Wahrheit nicht unterscheiden. Aber irgendetwas fehlt mir jetzt nach Abschluss des Buches, um eine wirklich positive Rezi schreiben zu können. Beim Lesen war es teilweise schon spannend, aber es war jetzt keines der Bücher, dass ewig in meinem Kopf bleiben wird. Daher würde ich 3,5 Sterne vergeben.

  • Lügen und Wahrheit

    Am 10. August 2018 von Lupina15 geschrieben.

    Dieses Buch fesselt und lässt so schnell nicht los. Wie die Untertitel schon verraten, geht es um vier Menschen, zwei Wahrheiten udn eine Lüge- doch lügt wirklich nur einer, oder nicht doch alle? Im Mittelpunkt stehen Laura und Kit, die seit ihrer Jugend ein paar sind. Die Zeitlinie wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Immer wieder sprint die Autorin 15 Jahre zurück, um die Ereignisse offen zu legen, die Kit und Laura bis heute verfolgen. Damals waren beide auf einem Festival, um die Sonnenfinsternis zu sehen. Dabei sieht Laura eine Vergewaltigung. Jamie, der Täter, streitet alles ab, während Beth als Opfer Gerechtigkeit fordert. Laura und Kit werden als Zeugen in den Prozess mit hineingezogen. Ein Tipp meinerseits: Lest vorher nicht den Klappentext, denn der verrät viel zu viel.Es ist besser, sie ohne zu wissen, um was genau es geht, auf dieses Buch einzulassen. Die Autorin schafft es, beide Zeitschienen gekonnt miteinander zu vermischen. Es gibt keine Probleme, sich zurecht zu finden. Manchmal spielt ein ganzes Kapitel in der Vergangenheit, manchmal driften Laura oder Kit in Erinnerungen ab. Nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen, und doch fehlen immernoch mehr als genug Teile, um im Dunkeln gelassen zu werden. Man lernt die Charaktere und deren Geschichten langsam kennen und hinterfragt alles. Sobalb man sicher zu sein scheint, die Wahrheit zu kennen, wird eine neue Lüge aufgedeckt, die alles noch einmal in ein anderes Licht rückt. Das Buch bleibt durchweg spannend und man kann es einfach nciht weglegen, weil man endlich wissen möchte, was passiert ist und passieren wird. Denn die Vergangenheit zieht ihre Kreise und wirft ihre Schatten. Einzigartig an diesem Buch sit die EInbindung von Sonnenfinsternissen. Kit ist nämlich ein Sonnenfinsternisjäger, und fährt um die ganze Welt für dieses Spektakel. Die Schauplätze wechseln also, was noch mehr Spannung dazu bringt Auch für Leser, die sich eigentlich in anderen Genres zu Hause fühlen (wie ich), ist das Buch einen Versuch wert. Denn so gruselig ist es gar nicht. Anfangs noch wie ein Roman, kommt immer mehr Spannung auf, die sich im großen Finale entlädt. Zusammenfassend ein tolles Buch, das keine Langeweile aufkommen lässt!

  • Der schmale Grat zwischen Lüge und Wahrheit!

    Am 07. August 2018 von Shanna geschrieben.

    In diesem Roman mit spannenden Thriller-Elementen geht es um Laura und Kit, die bei einer Sonnenfinsternis in Cornwall Zeugen einer (vermeintlichen oder tatsächlichen?) Vergewaltigung werden. Durch ihre Beobachtungen geraten sie in einen Strudel aus Lügen und Wahrheiten, die weitreichende Auswirkungen auf ihr zukünftiges Leben haben werden. Laura kommt zunächst in einen engen Kontakt zu Beth, dem Opfer, doch dann häufen sich Ereignisse, die sie an deren Glaubwürdigkeit zweifeln lassen. Jamie, ein Junge aus reichem Hause mit einer angesehenen Familie im Rücken, beteuert wiederholt seine Unschuld, doch für Laura steht fest, dass er der Täter ist. Es beginnt eine psychologische Achterbahnfahrt aus verschiedenen Blickwinkeln, die diese vier Menschen mit ihren unterschiedlichen, subjektiven Meinungen verbindet und die den schmalen Grat zwischen Opfern und Tätern atemberaubend überspannt! Mir hat der eindringliche Schreibstil, der die beklemmende Atmosphäre deutlich macht, total gut gefallen und verleiht dem Buch eine ungeheure Sogwirkung, die mich beim Lesen sofort erfasst hat. Man erlebt die Ereignisse aus der Sicht von Laura und Kit in zeitlich wechselnden Rückblenden und einer aktuellen Zeitebene. Ich war am Anfang etwas verwirrt durch die zeitlichen Sprünge, aber nach ein paar Kapiteln blickt man durch und kann der Handlung gut folgen. Die Charaktere sind klar umrissen und gut nachvollziehbar beschrieben, auch wenn man über ihre Rollen noch etwas im unklaren gelassen wird. Das ist aber gerade das Spannende, wenn man noch nicht genau weiß, wem man glauben soll und wer ein falsches Spiel spielt. Ich finde es sehr interessant, wenn man darüber selbst spekulieren kann. Es passierten dann auch einige überraschende Wendungen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat mich ständig an jeder Person zweifeln lassen und ich war während der Handlung immer hin- und hergerissen, wem ich jetzt glauben soll. Zum Schluss folgt dann noch ein atemberaubender Höhepunkt, der die Rollen noch einmal neu verteilt und nach dem vieles nicht mehr so ist, wie es am Anfang den Anschein hatte. Bis auf ein paar Kleinigkeiten wird alles sehr stimmig, nachvollziehbar und zufriedenstellend aufgelöst. Eine hervorragend entwickelte und spannende Unterhaltung.

  • Verschiedene Versionen eines Verbrechens

    Am 03. August 2018 von anonym geschrieben.

    Die Sonnenfinsternisjäger Kit und Laura erleben 1999 ihre erste gemeinsame totale Sonnenfinsternis auf einem Festival in Cornwall. Für sie soll es das Abenteuer ihres Lebens werden. Stattdessen wird sich ihr Leben für immer ändern, weil Laura Augenzeugin einer vermeintlichen Vergewaltigung wird. Dieser Psychothriller ist aus den beiden Perspektiven von Kit und Laura auf zwei Zeitebenen erzählt – in der Gegenwart und 15 Jahre zuvor im Jahr 1999. Außerdem lehnt sich der Aufbau an die fünf verschiedenen Phasen einer totalen Sonnenfinsternis an mit einer Spannungsspitze in dem mittleren Teil, der Totalität. Es ist eine Geschichte, in der nichts so ist, wie es scheint. Es wimmelt vor Lügen, Geheimnissen, Heimlichkeiten und überraschenden Wendungen. Lange weiß der Leser nicht, was sich wirklich beim Festival zugetragen hat und wer die Wahrheit sagt – das Opfer, die Zeugin, der Beschuldigte? Das ist packend zu lesen. Die Atmosphäre, in der fast alle Romanfiguren in Angst und Bedrohung leben, wird für den Leser richtiggehend spürbar. Ein gelungener Psychothriller.

  • Die Vergangenheit holt einen immer ein

    Am 31. Juli 2018 von Baerbel82 geschrieben.

    Um es gleich vorwegzunehmen, „Vier.Zwei.Eins“ ist mein erstes Buch der englischen Autorin Erin Kelly und hat mich begeistert. Doch worum geht es? Im Sommer 1999 reisen Kit und Laura zu einem Festival nach Cornwall, um eine totale Sonnenfinsternis zu erleben. Kit hat seit 1991, da war er gerade mal 12 Jahre alt, schon viele Sonnenfinsternisse erlebt. Laura dagegen hat noch nie zuvor eine gesehen. Kit und Laura sind jung und verliebt, scheinbar füreinander gemacht. Aber im fahlen Licht danach, stolpert Laura über einen Mann und eine Frau. Jamie und Beth. Schlagartig ist ihr klar, dass sie etwas Schreckliches gesehen hat. Jamie wird wegen Vergewaltigung angeklagt - und verurteilt. Eines Tages steht Beth vor Kit und Lauras Tür. 15 Jahre später leben Kit und Laura in ständiger Angst, verbergen ihre Identität und sind auch nicht in den sozialen Medien aktiv. Was war damals geschehen? Als Laura schwanger ist, reist Kit alleine zu einer Sonnenfinsternis auf die Färöer Inseln… „Vier.Zwei.Eins“ gliedert sich in fünf Teile. So wie eine totale Sonnenfinsternis aus fünf Phasen besteht. Wobei die dritte Phase, die Totalität, die dramatischste und unheimlichste ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen mit wechselnden Perspektiven aus Sicht von Kit und Laura erzählt. Zudem punktet die Geschichte mit vielen unvorhersehbaren Twists & Turns, mit denen die Autorin die Handlung voran und die Spannung in die Höhe treibt. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Laura ist eher der emotionale Typ, Kit rational und logisch. Allerdings hüten beide ein dunkles Geheimnis. Und wie das so ist, bleibt es nicht bei einer Lüge. Auf die erste folgt die zweite, und so weiter. Eine Sonnenfinsternis als Metapher für Wahrheit und Lüge. Licht und Dunkel. Doch es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern Vielschichtigkeit. Der Leser kann nie sicher sein, wer im Recht ist und wer im Unrecht, bis zur allerletzten Seite. Fazit: Atmosphärisch, soghaft und von höchster Spannung. Ein Psychothriller, der einen am Ende sprachlos zurücklässt. Hammer!

  • Spannend, mitreißend und überraschend! Auf der Suc

    Am 29. Juli 2018 von nuean geschrieben.

    Klappentext: Am Anfang stand der Betrug. Es folgte die Lüge. Dann war es nur noch Feigheit. Und keiner hatte die leiseste Ahnung, in welche Katastrophe uns das alle führen würde. Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden. Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura. Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung. 15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht… Cover: Mir gefällt das Cover gut. Es wirkt sehr düster mit seinem dunklen Hintergrund. Die große Schrift, die einfachen Zahlen als Titel machen neugierig was dahintersteckt. Meine Meinung: Die Geschichte um Kit, Laura, Beth und Jamie wird aus Kit´s und aus Laura´s Sicht erzählt, dabei wechselt es auch immer zwischen den Geschehnissen der Vergangenheit und der Gegenwart. Mir gefallen solche Zeitsprünge immer sehr gut und auch hier hat die Autorin dadurch auch eine super Spannung erzeugt. Anfangs hatte ich zwar etwas Probleme und musste mir die Überschriften genau angucken und auch zum Schluss habe ich mal kurz den Überblick verloren. Aber ansonsten kann man sich aufgrund der Handlung schon denken, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Wechselnde Perspektiven finde ich auch immer gut, weil man so die Personen besser verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und mitreißend. Die Charaktere gut beschrieben und so facettenreich, dass man sich mal in sie hineinversetzt und sie dann mal wieder nicht versteht. Den Anfang fand ich etwas langatmig. Die genauen Beschreibungen der Sonnenfinsternis haben mich auch etwas genervt. Aber die Phasen der Sonnenfinsternis sind auch vergleichbar mit den Phasen des Buches, deswegen passt es im Nachhinein sehr gut. Und nach einigen Kapiteln war ich mittendrin in der Geschichte und wollte unbedingt wissen, wer die Wahrheit sagt, wer lügt und wie alles wirklich war. Es ist ein ständiges Auf – und Ab. Am Anfang hatte ich eine klare Meinung, die sich dann aber immer wieder geändert hat, bis ich gegen Ende gar nicht mehr wusste wem man noch vertrauen kann. Es gibt so viele Wendungen, Überraschungen und Unvorhersehbares was die Spannung auf die Spitze treibt. Ich konnte ab der Hälfte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende lässt mich sprachlos zurück, aber im Nachhinein macht vieles Sinn. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und mitreißend. Die Charaktere gut beschrieben und so facettenreich, dass man sich mal in sie hineinversetzt und sie dann mal wieder nicht versteht. Fazit: Spannend, mitreißend und überraschend! Auf der Suche nach der Wahrheit!

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