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Kleine Stadt der großen Träume - Roman

Fredrik Backman

Deutsch; Fester Einband
Autoren Fredrik Backman
Mitarbeit Antje Rieck-Blankenburg (Übersetzung)
Verlag FISCHER Krüger
 
Themen
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 26.10.2017
 
EAN 9783810530431
ISBN 978-3-8105-3043-1
Seiten 512
Abmessung 150 mm x 220 mm x 40 mm
Gewicht 729 g
Kundenbewertung 5 (7)

Eine kleine Stadt. Ein großer Traum. Der tief bewegende Roman des einfühlsamen Erzählers aus Schweden, der mit seinen Büchern die "New York Times"- und die "Spiegel"-Bestsellerlisten erobert hat.

Wer glaubt noch an Björnstadt? Es liegt viel zu weit hinter den dunklen Wäldern im Norden. Doch die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft. Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.

Über den Autor

Fredrik Backman, geboren 1981, begann seine Autorenkarriere als einer der populärsten Blogger und Kolumnisten Schwedens. Sein erster Roman »Ein Mann namens Ove« wurde zu einem internationalen Phänomen; die Verfilmung mit Rolf Lassgård wurde mit dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch Fredrik Backmans folgende Romane eroberten die Bestsellerlisten in Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern; sein Werk wird in 40 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Solna bei Stockholm.


Zusatztext

Ein zutiefst einfühlsames Werk, das lange nachhallt. Mit Szenen, die zu Tränen rühren, und anderen, die bis ins Mark treffen. Und mit Augenblicken raffinierten Humors. Backman ist ein meisterhafter Erzähler.

Bericht

Backman zeichnet mit einem untrüglichen Gespür für soziale Mechanismen das Panorama einer Gesellschaft. Stefan Gohlisch Neue Presse 20171027

Kundenrezensionen

Top oder Flop? - Schreib hier Deine Rezension!

  • von MrsFoxx vom 12. November 2017

    Wir sind die Bären aus Björnstadt

    Wenn die Last einer ganzen Stadt auf den Schultern einer Gruppe eishockeyspielender Jugendlicher liegt… Zu Anfang lernen wir die Protagonisten kennen, die uns im Laufe der Geschichte mehrmals über den Weg laufen. Wir erfahren ihre Träume, ihre Laster und was den jeweiligen Antreibt. Auch über Freundschaften, Zusammengehörigkeit und die Volkssportart Scham wird einiges erzählt. Allgemein ist der Unterton der Geschichte eher düster aber dennoch hoffnungsvoll, denn die Juniorenmannschaft wird’s schon richten. Nach etwa 150 Seiten nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und konnte mich endlich mitreißen. Doch dann taucht man ein in eine zutiefst schockierende, aufrüttelnde und zum Nachdenken anregende Story, die mich auch nachhaltig beschäftig. So manchen Darsteller möchte ich gerne selbst vermöbeln, wie Benji es manchmal tut. Und einige andere hätte ich gerne in den Arm nehmen und trösten können. Fredrik Backman hat eine tolle Art, diesen Roman seinen Lesern näherzubringen. An seine Schreibweise musste ich mich anfangs erst gewöhnen, aber mir gefallen die unterschiedlichen Blickwinkel sehr. Und auch die Lebensweisheiten, die er uns mit auf den Weg gibt, können sich sehen lassen. Abgesehen vom etwas zähen Anfang lässt sich dieses Buch flott und fesselnd lesen und wartet mit einigen Überraschungen für seinen Leser auf. Nicht immer schöne. Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Mit Haut und Haar, dann bekommt man eine tolle Geschichte wie sie das Leben schreiben könnte. Und bitte nicht vom Eishockey irritieren lassen, es zählt meiner Ansicht nach der Mannschaftsgedanke – Zusammenhalt! – und könnte auch durch allerhand andere Teamsportarten ersetzt werden. Fazit: Keine leichte Kost und ein Buch auf das man sich einlassen muss um eine mitreißende Geschichte über Zusammenhalt und Menschlichkeit zu erhalten. Eine Leseempfehlung spreche ich trotz des zähen Einstiegs gerne aus.

  • von Bosni vom 11. November 2017

    Ganz anders als erwartet, aber absolut überzeugend

    "Es ist das letzte mal in ihrer Kindheit, dass sie einander sehen. Denn heute Nacht wird sie enden." (S. 201) In Björnstadt, einer kleinen Stadt irgendwo im Nirgendwo, gibt es fast nichts mehr. Einkaufsläden schließen, die Menschen verlieren ihre Arbeit. Am Leben hält sie eigentlich nur noch eine Leidenschaft: Eishockey. Alle Träume und Hoffnungen liegen auf den Schultern der vielversprechenden Juniorenmannschaft. Ihr Erfolg könnte sich durchaus auch positiv auf Björnstadt auswirken. Doch dann verändert eine Nacht alles... "Kleine Stadt der großen Träume ist mein zweites Buch von Fredrik Backman, nach "Britt-Marie war hier". Wieder ist es ein Buch, welches ich rein vom Thema her niemals in die Hand genommen hätte. Aber da es von Fredrik Backman ist, musste ich es lesen. Und ich hätte absolut etwas verpasst, hätte ich es nicht getan. Anders als bei seinen vorherigen Büchern, steht in "Kleine Stadt der großen Träume" keine einzelne Person im Zentrum, sondern eine ganze Stadt mit all ihren Bewohnern. Und aus deren Perspektive wird die Geschichte erzählt. Insgesamt von ca. 20-25 verschiedenen Personen. Trotz dieser Fülle an Protagonisten ist es auf Grund ihrer Einzigartigkeit nicht schwer sie alle auseinanderzuhalten. Jeder erzählt seine ganz eigene Geschichte und Sicht der Dinge. "Aber einer von beiden geht los, während der andere zurückbleibt, und nichts ist mehr so, wie es einmal war." (S. 193) Weiterhin toll ist Backmans einzigartiger Schreibstil. Mit einer ungewohnten Nüchternheit und doch gleichzeitig voller Emotionen und Tiefe erzählt er die Geschichte. Obwohl man nicht wirklich sagen kann, dass die Geschichte spannend ist, ist sie auf ihre Art unglaublich fesselnd. Mit vielen kleinen, unerwarteten Details schafft es Fredrik Backmann, den Leser völlig in den Bann zu ziehen. Die Geschichte selbst ist es ganz anderes, als ich erwartet hatte. Doch eigentlich hätte ich es wissen müssen: Der Klappentext eines Buches von Fredrik Backmann verrät nie wirklich etwas über den eigentlichen Inhalt. Und das ist genau richtig so. Mich hat die Geschichte tief getroffen und berührt und mehrmals dachte ich: Nun ist alles vorbei. Selbst auf der allerletzten Seite verpasst einem der Autor noch einmal einen Dämpfer. Alles in Allem hat sich "Kleine Stadt der großen Träume" zu einem absoluten Lesehighlight entwickelt und ich hoffe sehr, dass der geplante zweite Teil auch auf Deutsch erscheinen wird. Gerne würde ich noch einmal Zeit mit den Bären aus Björnstadt verbringen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung! "Das Gute, das du heute tust, werden die Menschen morgen oft schon wieder vergessen haben. Tu dennoch weiterhin Gutes" (S. 12)

  • von Lagoona vom 11. November 2017

    Keine harmlose Abendlektüre, aber absolut lesenswe

    Es geht um eine kleine unbedeutende Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo, irgendwo in Schweden. Eine Kleinstadt, in der es eigentlich nicht viel zu berichten gibt. Eine Kleinstadt, die in sich ruht - sollte man das wohl meinen. Weil es hier nicht wirklich viel Optionen gibt, dreht sich fast ausschliesslich alles um einen Sport, der die Bewohner am Leben erhält: Eishockey Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt ist unschlagbar und das ist es doch, was ein gutes Zusammenleben ausmacht. Zumindest sollte man das annehmen. Keiner ahnt, dass sich hier bald alles ändern wird. Das ein einziger Abend, eine einzige Handlung einer einzigen Person einen Stein zum Rollen bringen wird, etwas auslösen wird, das viele Leben verändern wird. Meine Meinung: Wer hier eine verträumte Kleinstadtidylle erwartet, ein verträumtes Städtchen, in dem man sich wohlfühlt, der ist falsch gewickelt. Die Geschichte rund um Björnstadt ist alles andere als eine leichte Lektüre. Ich war teilweise von den Vorkomnissen sehr geschockt und habe mit den Bewohnern mitgelitten. Dank des tollen Schreibstils von Bachmann hatte ich wirklich das Gefühl überall hautnah und live dabei zu sein, selbst bei den Eishockeyspielen habe ich mitgefiebert, obwohl ich mit Eishockey wirklich nun gar nichts am Hut habe. Obwohl diese Buch alles andere als eine harmlose Gute-Nacht-Geschichte ist, bin ich doch begeistert, berührt, erschrocken und vor allem beeindruckt von der Tiefgründigkeit. Ich gebe 5 Sternchen

  • von LadyIceTea vom 11. November 2017

    Melancholisch und berührend

    Björnstadt ist eine kleine Stadt mitten in den Wäldern. Björnstadt droht das Vergessen. Immer mehr junge Menschen ziehen weg, es gibt immer weniger Arbeitsplätze. Nur eine Sache hält sie am Leben: Eishockey! Alle Hoffnung ruht auf der Juniorenmannschaft, denn ihr Sieg könnte die Welt wieder an Björnstadt erinnern und dazu noch Arbeitsplätze schaffen. Doch bevor es so weit kommt, passiert etwas, dass ihre ganze Gemeinschaft ändert und alles in Frage stellt. Ich kannte Fredrik Backmann schon von „Britt-Marie war hier“ und war sehr gespannt, wie er diesen Roman wohl geschrieben hat. Ich wurde sehr positiv überrascht. Denn einerseits hatte ich eine andere Geschichte erwartet und andererseits zeigt sein Schreibstil hier viel mehr Gefühl und Einfühlungsvermögen. Ich hatte eine Geschichte über Eishockey erwartet, in der es sich um den Aufstieg einer kleinen Stadt dreht. Ich habe eine positive Newcomer Story erwartet, die vielleicht von ein paar Intrigen gestört wird. Doch bekommen habe ich eine melancholische und sehr gefühlvolle Geschichte über Loyalität, Gemeinschaft, Sportsgeist, Freundschaft, Liebe, Schicksale und Vorurteile. In Björnstadt dreht sich wirklich alles um Eishockey. Die Menschen identifizieren sich und ihre Kinder darüber. Besonders die Junioren sind die Stars und sollen die Stadt retten. Backmann beschreibt mit viel Feingefühl die Dynamik einer solchen Mannschaft und ihre Liebe zu ihrem Trainer und die Loyalität zueinander. Er bringt dem Leser diesen Mannschaftsgeist und die Bedingungslosigkeit sehr gut nahe und lässt ihn teilhaben an diesem Konstrukt. Gleichzeitig wird der Leser immer mehr in das Gefüge des Klubs und der Stadt eingebracht. Man begreift schnell, dass die Stadt nicht ohne den Klub kann und der Klub nicht ohne die Menschen aus der Stadt. Doch es geht Backmann nicht nur um die, die Eishockey lieben, es geht ihm auch um die, die Eishockey eben nicht lieben oder die nicht gut genug sind. Die, die sich in Björnstadt einfach fehl am Platz fühlen und denen kein Platz gegönnt wird. Das ganze Buch wird von einer melancholischen Stimmung getragen, die mich durchweg an dichte, dunkle Wälder und kalte Winter hat denken lassen. Eine perfekte Stimmung für dieses Buch. Backmann streut immer wieder Absätze ein, die den grade geschehenden Werdegang einzelner Figuren schildern und durch die man ein Gefühl dafür bekommt, wie das Leben in dieser Stadt so läuft. Er beschreibt dies jedes Mal auf eine sehr intime, feinfühlige Art und lässt den Leser Mäuschen spielen. Auch als es passiert und sich alles in Björnstadt ändert, passiert nichts was nicht in die Geschichte gepasst hätte. Und auch wenn einiges nicht bequem und eher abstoßend ist, gehörte es einfach dazu. Mir hat dieses Buch viel besser gefallen als Britt-Marie und ich habe mich wirklich gerne von dieser besonderen Stimmung mitnehmen lassen. Das einzige kleine Manko den es für mich gibt und warum ich einen Stern weniger gebe, sind die Längen die das Buch an ein paar Stellen entwickelt. Ich habe dort zwar gerne weitergelesen aber dort ließ der Bann bei mir spürbar nach. Trotzdem ein Buch was ich in guter Erinnerung behalten werde. Klare Empfehlung!

  • von Lilli33 vom 06. November 2017

    Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert

    Inhalt: Björnstadt liegt mitten im schwedischen Nirgendwo. Die Stadt lebt mit und für ihren Eishockey-Klub. Von einem Finalsieg der Junioren verspricht man sich enorme Investitionen und einen Aufschwung für die kleine Stadt. Deshalb ist der Kampfgeist groß – auf allen Ebenen. Nach einem schrecklichen Vorfall müssen sich die Björnstädter entscheiden. Für Ruhm und möglichen Wohlstand – oder für die Wahrheit. Meine Meinung: „An einem späten Abend Ende März nahm ein Teenager eine doppelläufige Schrotflinte in die Hand, ging damit geradewegs in den Wald, richtete die Waffe gegen die Stirn eines anderen Menschen und drückte ab.“ (S. 7) Mit diesem ersten Satz wird Fredrik Backman wohl die Aufmerksamkeit der meisten Leser erringen können. Ich zumindest war plötzlich hellwach und wollte möglichst schnell erfahren, wie es dazu kam. Die ersten hundert Seiten, das muss ich leider sagen, waren dann ein wenig zäh. Es wird eine Vielzahl von Personen vorgestellt und die Bedeutung des Eishockey-Klubs herausgestellt. Es passiert noch nicht sehr viel. Später wird dann klar, dass man genau dieses Wissen braucht, um die Handlungsweisen der einzelnen Charaktere und die ganzen Entwicklungen in der Handlung verstehen zu können. Bald hatte Backman mich dann wieder ganz in seinen Bann gezogen, wie ihm das schon bei seinen früheren Werken gelungen ist. Das liegt zum einen an seinem eindringlichen Schreibstil, mit dem er eine bedrückende Atmosphäre heraufbeschwört, zum anderen aber auch an der fesselnden und berührenden Handlung und den vielschichtigen Charakteren. Dabei wirkt alles so realistisch – diese Menschen könnten auch in deiner Stadt leben und die Dinge könnten sich so oder so ähnlich auch bei uns ereignen. Mich hat besonders beeindruckt, wie sich die Charaktere im Lauf des Romans entwickeln. Einige sind von Anfang an gut bzw. böse, andere wechseln die Seiten. Toll finde ich, dass man alle Handlungsweisen gut nachvollziehen kann, auch wenn man sie nicht gutheißen mag und manche Person einfach nur auf den Mond schießen möchte. Der Autor schickte mich auf eine wahre Achterbahn der Gefühle. Ich hätte das ein oder andere Mal schreien können vor Wut, wollte mich an diversen Subjekten rächen, andere in den Arm nehmen und beschützen, musste aber auch mal schmunzeln und lachen oder mir eine Träne aus dem Augenwinkel wischen. Gerade gegen Ende konnte Backman mich noch ein paar Mal überraschen. Seine Lösung des Dilemmas ist so genial wie einfach. Und ein Ausblick auf die nächsten Jahre rundet die Geschichte wunderbar ab. Fazit: Eine spannende, berührende, bedrückende und tiefgründige Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

  • von harakiri vom 27. Oktober 2017

    Björnstadt ist eine Eishockeystadt

    Eine einsame Stelle im Wald, ein Teenager drückt einem anderen eine Schrotflinte an die Stirn und drückt ab … So beginnt „Kleine Stadt der großen Träume“ Der neue Roman von Fredrik Backman ist ganz im Eishockeyfieber. Ein kleines Dorf im Norden Schwedens kennt kaum ein anderes Thema als Eishockey und den Gewinn der Juniormeisterschaft. Um dieses Spiel herum baut Backman seine Geschichte auf. Bzw. Geschichten. Denn jeder der Einwohner hat ja seine eigene. Und die meisten sind eher traurig. Doch trotz dieser eher düsteren Grundstimmung fasziniert das Buch. Naja, nachdem man sich mal durch die ersten 200 Seiten gequält hat, in der quasi in jeder Zeile von Eishockey die Rede ist. Das hat das Buch leider einen Stern gekostet. Anschließend kann man aber voll in die Geschichte eintauchen. Und die hat es in sich: ein Mädchen wird auf einer Party vergewaltigt. Und die ganze Stadt stellt sich gegen sie. Weil nämlich jemand aus der Eishockeymannschaft der Täter ist, und die hält bekanntlich zusammen. Und immer hat man ja dieses erste Kapitel im Hinterkopf und fürchtet sich vor dem, was passiert. Backmans Schreibstil ist anders als der anderer Autoren. Poetisch, nachdenklich, teils düster, teils sehr humorvoll, sprunghaft und ein klein wenig anstrengend. Backmans Bücher kann man dafür aber auch mit allen Sinnen erleben. Die Story um Kevin, Amat, Maya, Ana, Bobo und Benji macht nachdenklich, fesselt und wirkt sehr realistisch. Einige der Charaktere haben mich überrascht. Sie waren sehr komplex aufgebaut, verstanden es zu begeistern. Fazit: Ein Buch, auf das man sich einlassen muss, um es mit allen Facetten zu verstehen. Eishockey steht hier wohl symbolhaft. Es könnte auch Fußball oder Handball sein. Denn eine Mannschaft steht zusammen!

  • von Booknaerrisch vom 26. Oktober 2017

    Einnehmend, tiefgründig, ein besonderes Leseerlebn

    Die kleine Stadt Björnstadt hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Kälte, Dunkelheit und steigende Arbeitslosigkeit macht sie nicht gerade zu einem einladenden Wohnort. Das Einzige, was die Gemeinde zusammenhält, ist das Eishockey! Und hierauf beruht auch ihre ganze Geschichte und vor allem, ihre gesamte Hoffnung. Wenn... Ja wenn sie doch nur ins Finale kommen und dann auch noch gewinnen könnten! Dann wären mit einem Schlag all ihre Sorgen vergessen. Die Stadt wäre wieder im Fokus und würde dringend benötigte Gelder und Ausbauten bekommen... Aber natürlich hat auch jede Stadt seine zusätzlichen Herausforderungen und Geheimnisse, denen sie sich stellen muss. Aber so oder so, das Halbfinale wird kommen ;) Zu Beginn der Story erfährt der Leser, dass etwas Schreckliches passieren wird. Wie es dazu kam, erzählt uns dann jedoch erst der Rest des Buches ;) Wir begleiten viele Charaktere durch das Geschehen, aus deren wechselnden Perspektiven wir die ganze Geschichte erzählt bekommen. Aber egal ob Maya, Kevin, Benji, Bobo, Amat, David, Ramona, Peter oder Mira (und ich habe bestimmt jemanden vergessen), jede der Personen hat seine ganz eigenen Gedanken, Gefühle, Ängste und auch traurige Geheimnisse, aus denen das Buch zum Großteil besteht. Es passiert natürlich auch etwas unheimlich Schlimmes, aber dazu möchte ich jetzt noch nicht so viel verraten ;) Alles in allem ist die Geschichte um Bjönstadt eher ruhig gehalten, aber Fredrik Backman schafft es, mich dennoch gierig Seite um Seite verschlingen lassen zu wollen. Warum das so ist? Seit ich dieses Jahr im Urlaub "ein Mann namens Ove" gelesen habe, war mir klar, dass ich wieder etwas von ihm lesen würde. Denn mit Ove hat er ganz klar mein Herz berührt. Dementsprechend neugierig war ich auch darauf, ob es ihm mit "Kleine Stadt der großen Träume" wieder gelingen würde. Natürlich ist die Geschichte eine ganz andere, aber auch mit diesem Buch konnte er mich komplett fesseln! Seine Art zu schreiben ist einfach ergreifend, denn er schafft es immer wieder -auch mit wenigen Worten-, große Emotionen in mir hervorzurufen. Darüber hinaus schreibt Fredrik Backman mit einer faszinierenden Bildhaftigkeit und lässt Informationen sowie Hintergründe erst nach und nach raus, so dass ich quasi GEZWUNGEN war, tief in die Geschichte einzutauchen und immer weiter zu lesen. :D Und auch, wenn die Geschichte um Björnstadt und seine Einwohner eher beklemmend und düster ist -nicht nur, dass jede angesprochene Person irgendwelche traurigen Details beinhaltet, auch liegt die gesamte Hoffnung auf den Schultern der Kinder, was definitiv kein leichtes Los ist-, schafft der Autor es doch immer wieder, mich mit Momenten voller Liebe und Humor aus der Trauer ausbrechen zu lassen. Ich konnte mich oft nicht entscheiden, ob ich nun zornig sein soll, oder lieber weinen möchte! Ob aus Rührung der Trauer, bei Fredrik Backman ist das alles innerhalb weniger Sekunden abwechselnd möglich! Für mich war "Kleine Stadt der großen Träume" ein wirklich bewegendes Buch voller Emotionen, menschlicher Abgründe, geplatzten Träumen aber auch Loyalität, Liebe und Freundschaft. Diese gelungene Mischung macht diese Geschichte für mich zu einem einnehmenden und vor allem tiefgründigen sowie besonderem Leseerlebnis! Irgendwie schafft es der Autor immer wieder, ganz tief in die Köpfe und Herzen der Leser einzudringen. So ist es ihm nicht nur gelungen mich zu berühren, sondern mich -durch die doch sehr ernste Thematik- auch über dunklere Seiten in uns nachdenken zu lassen. Und bestimmt werden viele von euch ihr Herz an ein paar der Protagonisten verlieren, denn manche schaffen es wirklich, uns zu überraschen. Auch wenn -oder gerade weil- wir ursprünglich ein ganz anderes Bild von ihnen hatten ;) Es ist nun mal nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag!