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Privatheit im digitalen Zeitalter

Deutsch · Fester Einband

Beschreibung

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Privatheit ist Kernelement eines humanen Lebens und als unveräußerliches Menschenrecht Voraussetzung kommunikativer Freiheitsrechte. Dies drückten schon antike und biblische Autoren in ihren Texten aus. Die gegenwärtige Bedrohung durch Big Data scheint Privatheit als humanes und Rechtsgut weitgehend auszuhöhlen, informationelle Selbstbestimmung wird ausgehebelt. Das Buch geht der historischen Entwicklung von Privatheit, ihrer Thematisierung in alten Texten, ihrer Konkretisierung in Gestalt des geschützten Hauses und Gartens sowie ihren wachsenden Bedrohungen seit dem 18. Jahrhundert und heute im digitalen Zeitalter kritisch nach. Es wird aufgezeigt, welche Optionen Zivilgesellschaft und Gesetzgeber haben, um Privatheit in ihrer Kernfunktion zu schützen. Das Buch leuchtet das Thema umfassend kultur- und rechtsgeschichtlich sowie juristisch aus und stellt ein Referenzwerk dar.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
I Ein Entwurf am Anfang der Menschheitsgeschichte: der Garten als Ort der Privatheit
Sinnenfällige Gartenbilder und rechtskulturelle
Perspektiven
Code der Paradiesgeschichte
Das menschliche Maß der Privatheit
II Privatheit als Geschichte der informationellen
Selbstbestimmung
Informationsordnung und informationelle
Selbstbestimmung
Informationelle Selbstbestimmung zwischen dem Selbst und der Allgemeinheit
Privatheit und Informationsordnungen in der Geschichte
Informationelle Fremdbestimmung durch den Staat
III Privatheit im digitalen Imperium: Der Datenschutz als Lotse in der Informationsflut und als Forum für eine Kultur des Dialogs
Information als Rechtsgut
Erbe alter Rechtskulturen
Datenschutz als rechtskulturelle Leistung
Informationsflut und offene Gesellschaft
Datenschutzrechtliche Lotsendienste
Ruf der Aufklärung
IV Privatheit und Trojanische Pferde
Die unsichtbare Jagd nach privaten Informationen
Ziel und Rechtsgrundlage der Staatstrojaner
Die Botschaft Kafkas
Geschichte der Staatstrojaner
Menschenrechtliche Beherrschbarkeit neuer Technologien
V Öffentlichkeit, Geheimhaltung und Privatheit
Notorisch neugierige Europäer
Kurze "Geschichte der Information"
Funktion demokratischer Öffentlichkeit
Grenzenlose Öffentlichkeit: das Beispiel WikiLeaks
Qualitätsjournalismus im Vergleich zur
Öffentlichkeitsarbeit einer Regierung
Wissen und Macht
VI Privatheit im Bild einer Identität durch Grundrechte
Ein gewagter Versuch
Weg der Einheit Europas
Europas Identität - eine Vorgeschichte
Europäische Identität durch Grundrechte
Einfluss des Schutzes der Privatheit auf die Identität
Friedenswirksame Antwort
VII Moderner Kassandraruf: Das Recht auf Privatheit - ein universelles Menschenrecht
Universelles Menschenrecht auf Privatheit
Internationaler und unionsweiter Schutz
Auslegung und Rechtsprechung
Vom zukünftigen Verhältnis zwischen der Union und EMRK
Big Data
Interesse an Risikobeherrschung
Ruf der Kassandra und Rückfragen der Bürger
Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Anmerkungen Kapitel I
Anmerkungen Kapitel II
Anmerkungen Kapitel III
Anmerkungen Kapitel IV
Anmerkungen Kapitel V
Anmerkungen Kapitel VI
Anmerkungen Kapitel VII
Orts-, Personen- und Sachregister

Über den Autor / die Autorin

Wolfgang Schmale ist seit Frühjahr 1999 als Universitätsprofessor am Insitut für Geschichte der Universität Wien tätig.§Die Geschichte Europas zählt zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre.

Zusammenfassung

Privatheit ist Kernelement eines humanen Lebens und als unveräußerliches Menschenrecht Voraussetzung kommunikativer Freiheitsrechte. Dies drückten schon antike und biblische Autoren in ihren Texten aus. Die gegenwärtige Bedrohung durch Big Data scheint Privatheit als humanes und Rechtsgut weitgehend auszuhöhlen, informationelle Selbstbestimmung wird ausgehebelt. Das Buch geht der historischen Entwicklung von Privatheit, ihrer Thematisierung in alten Texten, ihrer Konkretisierung in Gestalt des geschützten Hauses und Gartens sowie ihren wachsenden Bedrohungen seit dem 18. Jahrhundert und heute im digitalen Zeitalter kritisch nach. Es wird aufgezeigt, welche Optionen Zivilgesellschaft und Gesetzgeber haben, um Privatheit in ihrer Kernfunktion zu schützen. Das Buch leuchtet das Thema umfassend kultur- und rechtsgeschichtlich sowie juristisch aus und stellt ein Referenzwerk dar.

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