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Drache und Federschlange - Europas Griff nach Amerika und China 1519/20

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Wie China Europa die Grenzen aufzeigte

16. August 1519: Hernán Cortés, begleitet von wenigen Hundert Soldaten, beginnt seinen Marsch nach Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken. In der Folge gelingt es ihm in kürzester Zeit, das Reich Moctezumas zu erobern dieses welthistorische Ereignis begründet die spanische Kolonialherrschaft in Amerika.

23. Januar 1520: Eine portugiesische Expedition, geleitet von Tomé Pires, bricht nach Nanking auf, um dort den chinesischen Kaiser Zhengde zu treffen. Ziel dieser Delegation ist es, das "Reich der Mitte" unter Kontrolle zu bringen das akribisch vorbereitete Unternehmen scheitert jedoch kläglich und gerät rasch in Vergessenheit.

Serge Gruzinskis anregendes Buch schildert diese beiden Episoden der beginnenden europäischen Expansion, die zwar fast zeitgleich, jedoch höchst unterschiedlich erfolgreich verliefen. Einsetzend mit der Vorgeschichte beider Unternehmungen, zeigt er, warum sich die Europäer gegen den "Gelben Drachen" nicht durchsetzen konnten, das Reich der aztekischen "Federschlange" jedoch im Chaos der Ereignisse unterging.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Einleitung 13
Zwei ruhige Welten 17
Zwei Kaiser 18
China unter Zhengde, Mexiko unter Moctezuma 21
Zhongguo 22
Anahuac 26
Zwei Denkwelten 33

Die Öffnung zur Welt 36
Die Welt aus der Sicht der Pochtecas 36
Die Flotten des Kaisers 38
Die Grenzen der Kultur 39
Das Meer 41
Eine Geschichte mit feststehendem Ausgang? 44

Da die Erde rund ist 46
Parallelgeschichten 47
Verbundene Geschichten oder der Wettlauf
zu den Molukken 48
Der Präzedenzfall des Kolumbus 51

Ein Sprung ins Ungewisse? 53
Das Cathay des Marco Polo 54
Reisevorbereitungen 56
Malakka, die Drehscheibe Asiens 60
Wo liegt Neu-Indien? 61
Der Traum von Asien 64
Der Sprung ins Leere 65

Bücher und Briefe vom Ende der Welt 67
"Ihre Bücher sind wie die unsrigen" 67
"In China gibt es Buchdrucker" 69
Exotik und Orientalismus 70
Briefe aus China und Mexiko 74
Der Blick der anderen 78
Täuschung aus der Rückschau 80

Gesandtschaften oder Eroberungen? 82
Improvisation und Chaos 83
Ein hochfliegender Plan in Lissabon und Intrigen
in der Karibik 85
Das Asien der Gewürze anstelle der Neuen Welt 89
Die Portugiesen landen an Chinas Küste 92
Die Spanier landen an Mexikos Küste 95
Cortés' Eigenmächtigkeit und die Ziele der Portugiesen 99
Der Marsch auf Peking (Januar bis Sommer 1520) 102
Der Marsch auf Mexiko (August bis November 1519) 104
Die Entscheidung für die Maßlosigkeit 108
Stillstand hier wie dort 110
Die Begegnung mit den Kaisern 114

Der Zusammenprall der Kulturen 121
Unbehagliche Situationen 121
Der Tod der Kaiser 124
Das zweite portugiesische Desaster 128
Die Rache der Spanier 132
Der Zusammenprall der Zivilisationen 134

Die Bezeichnung der anderen 138
Eine merkwürdige Gedächtnislücke 138
Castilan! Castilan! 141
Barbaren oder Piraten? 143
Ungeheure göttliche Wesen 146
Die Hölle, das sind die anderen 148
Die Urbevölkerung benennen 150Die Eindringlinge benennen 152
Kannibalische Indios und menschenfressende Portugiesen 153
Unsichtbare Portugiesen, exhibitionistische Kastilier 155

Die Macht der Kanonen 157
Die Artillerie der Eindringlinge 158
Piraterie der Chinesen 159
Eine Kanone für das Jenseits 161
Eine antiquierte Technik 164
Die Benennung der Dinge 166

Kulturen - opak oder transparent? 169
Die Erfahrung der Portugiesen und Spanier 169
Die Dolmetscher 175
Wie mit der Andersartigkeit umgehen? 178
Die Entschlüsselung der Gesellschaften 182

Die größten Städte der Welt 184
Geographie oder die Kunst der Spionage 184
Die größten Städte der Welt 188
Wie Lissabon oder Salamanca 191
Der Blick des Eroberers 197
Der postume Triumph der aztekischen Hauptstadt 198

Die Stunde des Verbrechens 202
Die Kunst, Gesellschaften zu zerschlagen 203
Der Vorteil der Waffen 208
Eroberungspläne 210
Die Stunde des Verbrechens oder der blutige Krieg 214
Die Nachkriegszeit in Kanton 215
Das koloniale Projekt 217
Die harte Schule der Kolonisation 219

Der Platz der Weißen 223
Die Sicht der Besiegten 223
Der Druck der Barbaren 226
Allergie gegenüber Fremden 228
Welchen Platz dem Fremden einräumen? 232

Jedem seine Nachkriegszeit 235
Die Brüder an der Küste 236
Raubzüge und Asiatisierung 239
Eine Mischlingsinsel 241
Das mexikanische Chaos 243
Sich amerikanisieren oder asiatisieren 246

Die Geheimnisse des Südmeers 248
China und die erste Weltumsegelung 248
Die spanischen Vorstöße 249
Das zweite Leben des Hernán Cortés 251
Die weltumspannenden Ambitionen des Cortés 255
"Vom Teufel aufgerichtete Hindernisse" 258
Der Vizekönig nimmt den Stab auf 262

China am Horizont 265
Der Weg ist frei 266
Die Demarkationslinie 267
Die spirituelle Aufgabe des Jahrhunderts 271
Ein vorgeschobener Stützpunkt 273

Wenn China erwacht 275
Wozu ein Krieg gegen China? 276
Der Krieg des Jesuiten 281
Die unerträgliche Dreistigkeit der Chinesen 282
"Die Wege des Krieges" 286
Wenn China erwacht 289
Etwas so Neues ... 291
Der Krieg gegen China findet ni

Über den Autor










Serge Gruzinski lehrt Geschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris sowie in Princeton. Der französische Historiker ist Experte für die Geschichte Lateinamerikas und die europäische Kolonialgeschichte.

Serge Gruzinski hat 2015 den "Grand Prix International d'Histoire" gewonnen.

Zusammenfassung

16. August 1519: Hernán Cortés, begleitet von wenigen Hundert Soldaten, beginnt seinen Marsch nach Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken. In der Folge gelingt es ihm in kürzester Zeit, das Reich Moctezumas zu erobern – dieses welthistorische Ereignis begründet die spanische Kolonialherrschaft in Amerika.
23. Januar 1520: Eine portugiesische Expedition, geleitet von Tomé Pires, bricht nach Nanking auf, um dort den chinesischen Kaiser Zhengde zu treffen. Ziel dieser Delegation ist es, das »Reich der Mitte« unter Kontrolle zu bringen – das akribisch vorbereitete Unternehmen scheitert jedoch kläglich und gerät rasch in Vergessenheit.
Serge Gruzinskis anregendes Buch schildert diese beiden Episoden der beginnenden europäischen Expansion, die zwar fast zeitgleich, jedoch höchst unterschiedlich erfolgreich verliefen. Einsetzend mit der Vorgeschichte beider Unternehmungen, zeigt er, warum sich die Europäer gegen den »Gelben Drachen« nicht durchsetzen konnten, das Reich der aztekischen »Federschlange« jedoch im Chaos der Ereignisse unterging.

Vorwort

Wie China Europa die Grenzen aufzeigte

Bericht

"...ein kühner Wurf..." Andreas Eckert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2015

"Die Geburt des Westens aus dem Scheitern der Eroberung des Ostens: Weltpolitik einmal anders betrachtet." Martin Kugler, Die Presse, 22.06.2014

"'Drache und Feuerschlange' [kann] gerade hier nachdrücklich als Anregung empfohlen werden, die Epoche stärker als bisher auch in ihren weltweiten Bezügen zu betrachten." Sven Trakulhun, H-Soz-Kult, 25.01.2017

"Packend schildert der französische Historiker Serge Gruzinski in seinem Buch den Verlauf beider Unternehmungen, indem er sie als miteinander verflochtene Parallelgeschichte erzählt." Michael Kempe, Neue Zürcher Zeitung, 18.09.2014

"Kenntnisreich zeichnet der Autor ... die Anfänge der europäischen Welteroberung in Amerika und Asien nach.", VDI-Nachrichten, 04.07.2014

Produktdetails

Autoren Serge Gruzinski
Mitarbeit Enrico Heinemann (Herausgeber), Reinhard Tiffert (Herausgeber), Enrico Heinemann (Übersetzung), Reinhard Tiffert (Übersetzung)
Verlag Campus Verlag
 
Originaltitel L'Aigle et le Dragon. Démesure européenne et mondialisation au XVIe siècle
Themen China : Geschichte
USA : Geschichte
Expedition
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Mittelalter
Sachbuch > Geschichte > Regional- und Ländergeschichte
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.05.2014
 
EAN 9783593500805
ISBN 978-3-593-50080-5
Seiten 347
Abmessung 149 mm x 217 mm x 23 mm
Gewicht 595 g
Illustration 2 sw-Karten

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