Beschreibung
Produktdetails
| Autoren | Simon Van Booy |
| Mitarbeit | Dorothee Merkel (Übersetzung) |
| Verlag | Klett-Cotta |
| Inhalt | Buch |
| Produktform | Fester Einband |
| Erscheinungsdatum | 14.03.2026 |
| Thema |
Belletristik |
| EAN | 9783608966787 |
| ISBN | 978-3-608-96678-7 |
| Anzahl Seiten | 256 |
| Abmessung (Verpackung) | 2 x 1.3 x 21 cm |
| Gewicht (Verpackung) | 347 g |
| Originaltitel | Sipsworth |
| Themen |
Freundschaft |
Kundenrezensionen
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Berührend und eindringlich, voller Wärme und Humor...
...ist dieses wundervolle Buch von Simon Van Booy mit dem wirklich tollen Cover, das bei Klett Cotta erschienen ist und 256 Seiten umfasst.
Helen Cartwright ist 83 Jahre alt und vom Leben und dessen Schicksalsschlägen schwer gezeichnet. Sie kehrt nach vielen Jahrzehnten in Australien nach England zurück, in das Dorf, in dem sie geboren wurde. Eigentlich wartet Helen nur noch auf ihren Tod. Doch dann hat sie plötzlich eine Maus im Haus. Da sie diese Maus schnellstmöglich wieder loswerden will, besucht sie nach und nach den Eisenwarenladen, die Bibliothek und das Tierheim, denn sie möchte die Maus gut und artgerecht untergebracht wissen. Aber in der Zwischenzeit schleicht sich der kleine, charmante Nager unweigerlich in Helens Herz!
Ich finde Simon Van Boos`Schreibstil absolut klasse - unaufgeregt, voller Ruhe, Harmonie und einem warmen Humor, dabei so bildhaft, voller Details und eindringlich, dass es Spaß macht, der Entfaltung der Geschichte beizuwohnen.
Die Entwicklung der Story hat mich definitiv berührt und es ist so deutlich spürbar, wie viel Kraft Helen anfangs benötigt, einfache Dinge auszuführen und wie ihr die Last auf den Schultern immer leichter wird, je mehr sie sich dem "wahren" Leben wieder öffnet, den Mäuserich Merlin nicht nur in ihr Haus, sondern auch in ihr Herz lässt und Kontakte zu anderen Menschen knüpft.
Ein absolut empfehlenswerter Roman der leisen Töne, der bewegt und nachhallt. -
Der Weg zurück aus der Einsamkeit
Nach der Leseprobe hatte ich große Erwartungen an das Buch. Die Geschichte handelt von der einsamen 83-jährigen Helen Cartwright, die nach einer bewegten Vergangenheit eigentlich schon mit ihrem Leben abgeschlossen hat. Doch als sie eine Maus rettet, wird sie unerwartet von ihrer Einsamkeit geheilt.
Zu lesen, wie die Beziehung und das Vertrauen zwischen Helen und der Maus Merlin wachsen, ist berührend und das große Kapital dieses Buchs. Diese leisen unaufgeregten Momente haben eine große Auswirkung. Trotzdem haben für mich leider ein paar Punkte von der emotionalen Geschichte abgelenkt. Den Schreibstil fand ich anfangs toll. Die Emotionen der alten Frau sind authentisch und ihre Erinnerungen lebendig geschildert. Doch im weiteren Verlauf wurden mir die langen Beschreibungen von Alltagssituationen (besonders von Essen und Fernsehsendung) zu viel. Auch die Hauptfigur hat mich durch ihr immer wieder impulsives und anstrengendes Verhalten gegenber anderen Personen abgeschreckt und Helen unsympathisch und verbittert wirken lassen.
Insgesamt ist "Eine Maus namens Merlin" wirklich herzerwärmend. Doch so sehr ich das Buch lieben wollte, haben mich ein paar Punkte gestört. -
Warmherzig und berührend
Nach über sechzig Jahren in Australien kehrt die 83-jährige Helen Cartwright wieder nach England zurück in den Ort, wo sie einst aufwuchs. Vieles hat sich verändert und Helen kennt keine Menschenseele. Ihr Mann und ihr Sohn sind schon verstorben, und auch Helen gedenkt, nicht mehr allzu lange zu leben. Der Tod schreckt sie nicht, und so will sie einen Tag nach dem anderen in ihrer Routine allein vor sich hinleben, bis es so weit sein wird.
Doch da hat sie die Rechnung ohne ihren neuen „Mitbewohner“ gemacht. Unabsichtlich holt Helen sich eine Maus ins Haus und will sie so schnell wie möglich wieder loswerden, aber bitte auf humane Weise. Doch weder der Einsatz einer Mausefalle noch der Anruf beim Tierheim sind von Erfolg gekrönt. Während Helen alles Mögliche versucht, das Tier aus dem Haus zu bekommen, kümmert sie sich in der Zwischenzeit fürsorglich darum - natürlich nur vorübergehend, der kleine Kerl wird ja nicht lange bleiben …
Unglaublich, was Helen alles für das Tier auf die Beine stellt! Das Schöne dabei ist, dass sie sich dadurch selbst wieder dem Leben und ihren Mitmenschen zuwendet. Dies ist sehr berührend geschildert. Besonders Helens Erinnerungen an ihren Mann, ihren Sohn, ihren Vater und den Zweiten Weltkrieg gingen mir zu Herzen.
Die Geschichte ist herzerwärmend und hoffnungsfroh. Helen ist eine tolle Protagonistin, die sich in kurzer Zeit sehr positiv entwickelt. Zunächst ihrer Umgebung gegenüber recht abweisend und barsch, beginnt sie nach und nach Hilfe anzunehmen und sich in Gesellschaft anderer sehr wohl zu fühlen und das Leben wieder zu lieben.
Die Handlung ist zwar sehr vorhersehbar, aber trotzdem interessant und lesenswert. Obwohl sie gut in die Handlung passen, störten mich manchmal zu detaillierte Beschreibungen von Alltäglichem. Diese untermauern zwar Helens ödes Leben, sind aber leider nicht besonders spannend.
Ich habe mir das Hörbuch von Frauke Poolman vorlesen lassen. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht, es war angenehm, ihrer Stimme zu lauschen. Das Hörbuch ist ungekürzt und läuft 6 h 35 min. -
Zutiefst berührend
Ein wunderbarer Roman über die Einsamkeit im Alter und die Wirkung, die Tiere auf einen haben können. Dieses Buch hat mein Herz zutiefst berührt.
Schon beim Klappentext war ich mir sicher, dass „Eine Maus namens Merlin“ ein großartiges Buch wird und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte beginnt ruhig und relativ melancholisch. Man merkt wie einsam Helen in ihrem Leben ist. Sie hat einige harte Schicksalsschläge zu verkraften und geht seitdem nur noch selten vor die Tür. Doch eines Tages stellt ihr Nachbar ein ausrangiertes Aquarium für den Sperrmüll an die Straße, welches Helen kurzerhand mitnimmt. Überraschenderweise befindet sich eine Maus darin, die ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt.
Die Entwicklung von Helen zu begleiten, hat mir unglaublich gut gefallen. Die Art, wie sie den kleinen Merlin in ihr Herz schließt und sich plötzlich sorgt, ist wunderschön. Aber auch wie dadurch wieder neue Menschen in ihr Leben treten, hat mich sehr berührt.
Das Buch hat nicht viele Seiten - trotzdem habe ich eine Achterbahn der Gefühle erlebt: Trauer, Freude, Glückseligkeit, Wut und Überraschung.
Dieses Buch ist definitiv ein Jahreshighlight und wird bei nächster Gelegenheit verschenkt, damit die Geschichte von Helen und Merlin noch mehr Leute erfreuen kann. -
Kleine Maus - Große Wirkung
Von heikek
In seinem Roman "Eine Maus namens Merlin" erzählt Simon Van Booy von einer tierischen Freundschaft zwischen Helen, einer älteren Dame und Merlin, einem Mäuserich und wie Freundschaft und Freunde das Leben bereichern. Der Roman erscheint im Verlag Klett-Cotta (ET 14.03.2026) und wurde von Dorothee Merkel aus dem Amerikanischen übersetzt.
Helen ist dreiundachtzig, eine Eigenbrödlerin und ein wenig schrullig. Sie hat viele Jahrzehnte in Australien gelebt, aber nun ist sie allein. Ihr Ehemann Len und ihr Sohn David sind lange verstorben und daher hatte sie vor drei Jahren den Entschluss gefasst in ihre Heimatstadt zurückzukehren.
Nach einer schlaflosen Nacht beobachtet Helen, wie ihr Nachbar in den frühen Morgenstunden Sperrmüll aus seinem Haus schleppt. Dieser Sperrmüll zieht sie geradezu magisch an und heimlich bringt sie ihn in ihr Haus, damit sie ihn genauer untersuchen kann. Als Helen merkt, was sie sich noch ins Haus geholt hat, steht für sie fest: DIE MAUS MUSS RAUS! Die Maus loszuwerden erweist sich schwieriger als gedacht und bald ist es Helen klar, ohne fremde Hilfe wird sie das nicht schaffen. Helen überwindet ihre Vorbehalte fremden Menschen gegenüber und knüpft Kontakte.
Simon Van Booy hat seinen Protagonisten einen besonderen Charme gegeben. Der Roman liest sich flott, viele Szenen sind witzig und andere wiederum machen nachdenklich. "Eine Maus namens Merlin" ist ein amüsanter und liebevoller Roman und Helen und Merlin schließt man sofort ins Herz. -
Eine herzerwärmende Geschichte
Helen Cartwright ist 83 Jahre alt und nach über 60 Jahren in Australien wieder in ihren Heimatort in England zurückgekehrt. Mann und Sohn sind bereits verstorben, und auch Helen erwartet vom Leben nicht mehr viel außer einem baldigen Tod. Als sie eines Tages durch Zufall eine kleine Maus in ihr Haus aufnimmt, verändert diese ihr Leben auf ungeahnte Weise.
Der ruhige, präzise Schreibstil, der auch kleine Alltagsroutinen detailliert schildert, passt hervorragend zu Helens Leben, das zunächst strukturiert wird durch die Zubereitung von Tee und Fertiggerichten sowie das Radio- und Fernsehprogramm. Ich hatte Helen hierdurch genau vor Augen. Auch ihre mitunter etwas raue und direkte Art fand ich sehr stimmig. Je mehr sie sich mit der Maus und deren Bedürfnissen auseinandersetzt, desto stärker wendet sie dem Leben zu und tritt in Kontakt mit ihren Mitmenschen. Diese Veränderungen sind sehr glaubhaft, feinfühlig und berührend beschrieben. Besonders gut gefiel mir, dass Helens Figur dazu ermutigt, ältere Menschen näher kennenzulernen und ihre oft erstaunliche Lebensgeschichte zu würdigen.
Mir wird diese leise, nachdenkliche und fein beobachtete Geschichte sicher noch lange im Gedächtnis bleiben. -
Poetisch und schleppend
Das süße Cover hat mich angesprochen, sowie auch die Leseprobe. Doch leider hat mich das Buch nicht abgeholt. Die Geschichte zieht sich wirklich und es passiert nur sehr wenig. Klar, es handelt auch von dem Leben einer einsamen Rentnerin, aber dennoch könnte die Story etwas mehr Handlung gebrauchen. Die Bekanntschaft der Rentnerin Helen mit einer Maus namens Merlin ist wirklich süß und bringt Abwechslung in das Leben der griesgrämigen alten Dame. Sie lebt zurückgezogen und scheut sich davor überhaupt mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Erst als ihr eine Maus zuläuft verändert sie ihr Leben. Der Schreibstil ist angenehm, aber auch kein Highlight für mich. Ich fand die Story insgesamt viel zu langweilig und langgezogen und konnte meine Urlaubslektüre daher leider so gar nicht genießen. Für mich leider keine Empfehlung. Den Autor kannte ich zuvor noch nicht.
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Ein kleiner Held mit großem Herz
Dieses Buch beweist, dass man kein Riese sein muss, um eine gewaltige Geschichte zu erleben. Simon Van Booy erzählt mit viel Feingefühl von Merlin, einer Maus, die in einem Altenheim landet und dort mehr bewirkt als manch ein zweibeiniger Bewohner. Die Geschichte balanciert charmant auf dem schmalen Grat zwischen herzerwärmender Leichtigkeit und tiefgründigen Fragen über das Leben und die Freundschaft. Es ist eine kluge Erinnerung daran, dass die kleinsten Begegnungen oft den größten Unterschied machen – und das alles aus einer Perspektive, die nur wenige Zentimeter über dem Boden spielt. Ein wunderbarer Roman für alle, die eine Pause vom lauten Alltag brauchen und sich gerne von einem pelzigen Protagonisten die Welt erklären lassen, ohne dass die Handlung dabei in unnötigen Kitsch abgleitet.
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Zärtliche, aber enorm starke Geschichte
Helen lebte 60 Jahre in Australien. Jetzt ist sie alleine und kehrt zurück nach England. Sie schottet sich von allen Menschen ab. Als ein Nachbar Sperrmüll vor das Haus stellt, holt sie die große Kiste ins Haus und will nachsehen, was sich alles darin befindet. Mit einer Maus hatte sie nicht gerechnet und zunächst sucht sie Wege, sie wieder loszuwerden. Doch dann stellt sie fest, dass ihr das kleine Wesen in der freien Natur leid tut, weil es da so gefährlich lebt. Es beginnt eine nicht nur für sie überraschende Zeit.
Anfangs fragt man sich, was mit Helen nicht stimmt. So nach und nach ahnt man es, dann kommen immer mehr Hinweise und man möchte so gern eingreifen und einfach nur für Helen da sein, obwohl sie sich absichtlich von den Menschen fernhält. Die Einkäufe sind nicht nur deshalb für sie ein Kraftakt, weil sie nicht gut zu Fuß ist und nicht mehr schwer tragen kann, sondern hauptsächlich eben aufgrund des Kontakts zu Menschen. Natürlich frage ich mich immer wieder, warum Helen nicht wenigstens einen Trolley nutzt. Aber solche Kleinigkeiten muss man auch mal übersehen können.
Der Einzug der kleinen Maus in ihr Haus und damit ihr Leben bringt Veränderungen ins Rollen, die wunderschön zu lesen sind. Wer nah am Wasser gebaut hat, muss hier mit genug Taschentüchern vorsorgen! Die Story geht ans Herz! Sie ist wunderschön, mit einer einfachen, aber liebevollen und klaren Sprache. Die Wendungen und kleinen Knalleffekte sind gekonnt platziert. Man kann nicht anders, man muss Helen lieben und man beginnt, nachzudenken. Auch Tage später hallt die Geschichte in mir extrem nach. Ich liebe sie einfach und gebe aus voller Überzeugung fünf Sterne und würde so gerne so viel mehr geben! -
Liebenswert
Diese Geschichte habe ich wirklich gern gelesen, weil sie so viel positive Lebendigkeit ausstrahlt! Helen Cartwright ist mit ihren 83 Jahren von Beginn an eine sehr interessante Hauptfigur, auch wenn es ein bisschen dauert, bis man Konkretes über ihre Vergangenheit erfährt. Im Verlauf der Handlung bröckelt dann ihr Drang zur Abschottung, was vor allem der kleinen Maus zu verdanken ist, die unerwartet bei Helen einzieht und ihren Alltag komplett durcheinanderbringt. Aber teils vollzieht Helen die Wendung auch selbst. Indem sie anfängt, sich gut um Merlin zu kümmern, kümmert sie sich in gewisser Weise auch neu um sich selbst. Angefangen bei den Dingen, die sie einkauft, oder Kleidung, die sie aus dem Schrank holt, zelebriert sie wichtige Erinnerungen. Dank Merlins Zutraulichkeit verbringen die beiden bald innige Stunden vor dem Fernseher oder mit Musik aus dem Radio.
Die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, sind zauberhaft und rührend, manchmal aber auch lustig. Über die Episode mit Helens Pantoffeln habe ich laut gelacht! Großartig fand ich auch Helens Art, mit der Welt oder fremden Menschen umzugehen. Trotz ihrer teils ruppig geführten Telefonate entwickeln sich einige Begegnungen auf ganz besondere Weise.
Ja, der Roman mag vielleicht unrealistisch sein, aber ich fand die Geschichte wunderschön. Und ich hätte absolut nichts dagegen, wenn die Realität sich so verändern würde, dass sie der Welt im Roman näherkommt. Dass es nie zu spät ist, etwas zu ändern oder sich neu zu entscheiden, dafür ist Helen Cartwright der beste Beweis. -
Herzerwärmend
Was das Cover verspricht, kann die Geschichte definitiv halten: eine kurze, süße und insbesondere herzerwärmende Geschichte für zwischendurch, die aber auch ein wenig nachhallt. Helen hat eigentlich nicht mehr so wirklich Lust zu leben und auch keine Freunde, bis sie aus versehen eine kleine Maus zu sich ins Haus holt und sich beginnt um diese zu kümmern und dabei verändert sich alles für sie. Die Idee ist so süß und besonders Merlin hatte es mir direkt angetan. Mit Helen brauchte ich ein bisschen, ich fand ihre Entwicklung auch ein bisschen sehr schnell, aber es war trotzdem schön zu beobachten. Überhaupt ist die Geschichte eher ruhig, es geht um viel zwischenmenschliches und Veränderung im Innen. Bei mir hat die Geschichte auch zum Nachdenken angeregt, ich hätte allerdings von der Ausgangssituation noch mehr berührende Momente und Anregungen erwartet. Außerdem fand ich das Ende nicht so ganz optimal und hätte mir da ein bisschen was anderes gewünscht.
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