Beschreibung
Produktdetails
| Autoren | Lena Kupke |
| Verlag | DTV |
| Inhalt | Buch |
| Produktform | Fester Einband |
| Erscheinungsdatum | 15.05.2026 |
| Thema |
Belletristik |
| EAN | 9783423285421 |
| ISBN | 978-3-423-28542-1 |
| Anzahl Seiten | 320 |
| Abmessung (Verpackung) | 13.4 x 2.9 x 21.2 cm |
| Gewicht (Verpackung) | 416 g |
| Themen |
Familie |
Kundenrezensionen
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Hanna macht Pause
Pause, Roman von Lena Kupke, 320 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist.
Hanna erleidet mitten in einer geschäftlichen Besprechung eine Panikattacke und wird ohnmächtig, sie wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert, Von da aus wird sie von ihren Eltern erst mal mit nach Hause genommen Hilfsbedürftig und instabil wie sie ist, wird sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer untergebracht, welches inzwischen das Arbeitszimmer ihres Vaters ist. Es ist schwierig für sie im Augenblick ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Aber mit sechsunddreißig Jahren wieder, wie ein Kind mit den Eltern zusammenzuleben ist für alle drei nicht leicht.
Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, ins Buch und in Lesefluss zu kommen. Die Handlung setzt mitten im Geschehen ein, Chaos und Panik herrscht und was eigentlich genau los ist, erfährt der Leser während des ganzen Buches nicht. Irgendwann habe ich mir zusammengereimt, was im Vorfeld passiert ist, doch ganz genau weiß ich es auch nach der Lektüre noch nicht.
Die Autorin schreibt diese eigentlich tragische Geschichte mit viel Humor. Furchtbare unfassbare Abgründe, abwechselnd mit, ich würde es Galgenhumor nennen. Eine bittere Heiterkeit mit der die Protagonistin im Ich-Stil erzählt. Deshalb ist es auch möglich, ganz tief bis ins Innerste von Hanna zu blicken. Alle Figuren sind ausführlich und tiefgründig charakterisiert. Die Eltern und auch Schwester Sara. 24 pralle und aktionreiche Kapitel, in einer sehr modernen Sprache mit vielen lebendigen Dialogen. Whats App und Sprachnachrichten, auch Eigennamen sind kursiv hervorgehoben und deutlich gemacht.
Ich konnte mich mit der Protagonistin immer wieder identifizieren, zurück in die Kindheit und bei den Eltern wohnen, wie sich das anfühlen kann, hat sie hervorragend geschildert. Manche Dinge die sich niemals ändern, oder die man mit den Augen eines mittlerweile Erwachsenen sieht, hat die Autorin nachvollziehbar geschildert. Auch aus der Sicht der Eltern, kann ich mittlerweile die überraschende Anwesenheit eines erwachsenen Kindes, verstehen. Der Roman beschreibt Situationen die direkt aus dem Leben gegriffen sind, voller Emotionen und viel Liebe und absolut realistisch.
Dieser Roman hat mich tief berührt, die Ausweglosigkeit, die Hilflosigkeit und die Trauer von Hanna war so gut geschildert ich habe jedes Wort geglaubt. An manchen Stellen z.B. von der Vorgeschichte hätte ich gerne mehr Informationen gehabt. Ob sich Hanna, in ihrem Zustand, so prompt in eine neue Liebesbeziehung fallen lassen kann bezweifle ich jedoch. Gerne hätte ich etwas mehr erfahren, mir fehlt ein befriedigendes Ende.
Das Buch ist sehr tiefgründig und emotional bewegend. Ein Beispiel wie Unaussprechliches unausgesprochen bleibt. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. 4 Sterne -
Die Pausentaste finden
Der Roman "Pause" ist der Debütroman von Lena Kupke und im Verlag dtv erschienen. Das Cover und der Titel passen ausgezeichnet zu diesem Roman und haben mich, zusammen mit dem Klappentext, neugierig gemacht.
Hanna, 36 Jahre, hat einen Zusammenbruch und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Freund Paul ist zu beschäftigt und kann sie nicht abholen und so landet Hanna in ihrem Kinderzimmer im Elternhaus in Lüneburg. Ihre Eltern und ihre Schwester Sara bemerken, dass es Hanna nicht gut geht, doch keiner bringt es fertig, mit ihr darüber zu reden. Aber auch Hanna fällt es schwer über das zu reden, was sie belastet. Doch dann kommt der Moment, wo der Topf überkocht.
Lena Kupke ist das Thema ihres Romans mit Einfühlsamkeit und einer Portion Humor angegangen. Man stellt schon Ähnlichkeiten zum wahren Leben fest. Die Mutter steht immer ein wenig unter Strom und der Vater hat seine täglichen Rituale. Aber auch die Sprachlosigkeit begegnet uns immer wieder im Alltag. Oft aus der Unsicherheit das richtige zu sagen, oft aber auch aus Gedankenlosigkeit oder Desinteresse.
Ich kann den Roman nur empfehlen und die Botschaft dieses Romans zu beherzigen, achtsam mit sich und seinem Umfeld umzugehen. -
Wenn das Leben kurz pausieren muss
Das Buch ist emotional, gespickt mit „schweren“ Themen und ganz viel Momenten, die mich wütend gemacht haben. Trotzdem ist es auch humorvoll und es gibt einem Hoffnung - einfach eine tolle Mischung.
Hanna ist 36, als ein medizinischer Zwischenfall sie ins Krankenhaus bringt. Ihr Freund holt sie nicht ab, weshalb sie wieder bei ihren Eltern landet. Aus einer geplanten Übernachtung werden zwei, dann drei und schließlich ist das Ende ihrer Rückkehr nach Berlin offen. Kein Wunder, denn Hanna braucht mal Pause. Pause vom Alltag. Pause vom Leben. Und vor allem Pause von den beschissenen Ungerechtigkeiten, die ihr in letzter Zeit passiert sind.
Die Geschichte ist eine tolle Mischung aus Humor, Emotionalität und einer verrückten Familie.
Und letztere hat mich so so oft wütend gemacht. Irgendwie sind alle schrecklich süß miteinander umgangen, aber irgendwie auch absolut kalt. Gespräche werden hier wenig geführt, vor allem, wenn es um gefühlvolle, wichtige Themen geht. Alles was über Smalltalk hinausgeht, wird totgeschwiegen.
Und so erfahren wir aus Hannas Perspektive auch nie deutlich ausgesprochen, was eigentlich in ihren Leben so los war. Was sie so vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht.
Die Charaktere fand ich größtenteils schwierig. Allen voran Paul. Aber auch Hannas Mutter wollte ich oft schütteln und auf das Leid ihrer Tochter aufmerksam machen. Andererseits hat die Frau es scheinbar einfach nicht gelernt und kann aus ihrer Haut und ihren Routinen nicht heraus.
Grandios fand ich sowohl den Vater, als auch die Nachbarin. Und Alexander natürlich - der Rennradfahrer!
Wichtig zu wissen: es gibt viele sensible Themen, darauf muss man als Leser vorbereitet sein.
Das Buch habe ich innerhalb eines Tages verschlungen und bin mir sicher, dass es in mir noch eine Weile nachwirken wird. Ganz tolles Debüt der Autorin und ein Roman, den ich gerne empfehle. -
Kind bleibt Kind
Dieser Roman ist einmal eine andere Art von Familiengeschichte. Die 36jährige Hanna kommt nach einem Zusammenbruch und nachdem in ihrem Leben einiges kaputtgegangen ist, bei ihren Eltern in ihrem alten Kinderzimmer unter. Was zunächst nur für eine Nacht gedacht war, wird für sie zur langen Pause, an deren Ende sie schließlich den Neuaufbau ihres Lebens angeht. Der Weg dahin ist natürlich nicht leicht. Das lässt sich gut nachvollziehen. Denn angesichts der inzwischen eingespielten Routinen der Eltern kommt sich Hanna wie ein Störfaktor vor. Doch umgekehrt hat auch sie etwas, was sie an ihrer Familie stört. Bei der Bewältigung eines persönlichen Problems – das übrigens oft angerissen wird, bis zum Schluss aber nicht vollends offengelegt wird (dennoch lässt es sich erahnen) – fühlt sie sich allein gelassen mit Wut und Trauer. Denn die Eltern sind schlichtweg sprachlos und tun so, als wäre alles in Ordnung. Darüber wird sehr eindringlich und wiederkehrend erzählt und hat mich beeindruckt. Der Adressatenkreis dieses Romans ist angesichts der oft saloppen Sprache wohl eher die jüngere Generation. Nicht bedurft, weil nicht weiterführend, hätte es einiger Charaktere wie etwa einer am Ende aus dem Hut gezauberten alten Tante. Nicht lesen will ich in Romanen auch Sexszenen wie auch die sehr rasch entstandene Beziehung von Hanna zu einer Dating-App-Bekanntschaft. Das Cover mit dem plastischen Druck des Buchtitels und des Namens der Autorin gefallen mir übrigens sehr gut.
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Ein Buch das man lebt
Es gibt Bücher, die liest man und dann gibt es Bücher, die liest und lebt man. Pause von Lena Kupke gehört für mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. Bereits nach der Leseprobe war mir klar, dass ist das perfekte Buch für mich.
Die 36-jährige Hanna landet nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern in der Lüneburger Heimat. Von ihrem Freund und ihren Freundinnen im Stich gelassen, lebt sie vorerst wieder in ihrem Kinderzimmer und versucht ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Was sie genau erlebt hat, lässt sich nur erahnen, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, weiß man schnell worum es geht.
Trotz der nicht einfachen Thematik liest sich das Buch herrlich leicht und ich musste unglaublich oft schmunzeln. Gerade in Hannas Mutter habe ich auch viel von meiner Mutter wiedergefunden. Die ganze Geschichte ist sehr authentisch und ich glaube so gut wie jeder findet sich hier wieder und hat im Leben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Es ist kein klassischer Wohlfühlroman, sondern eher ein Roman zur Selbstreflexion. Brauchen wir nicht alle einmal eine Pause?
Ein großartiges Buch, das mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch nachdenklich gestimmt hat. Sehr empfehlenswert! -
Nach einer kurzen Pause geht es weiter
Nach einer heftigen Panikattacke kommt die 36jährige Hanna erst einmal bei ihren Eltern unter, weil weder ihr Freund noch jemand anderes sie in Lüneburg abholen und nach Berlin zurückbringen kann. Sich wieder wie ein Kind zu fühlen, würde ihr gut tun, doch wie ein Kind behandelt zu werden, weniger. Ganz langsam realisiert Hanna, dass ihr gar nichts anderes übrig bleibt und vielleicht ist das ja genau das, was sie jetzt braucht?
Hannas Panikattacken kommen nicht aus heiterem Himmel. Das weiß sie auch, aber sie mag und kann sich nicht mit dem wahren Grund auseinandersetzen. Als sie in ihrem alten Kinderzimmer, das jetzt ihrem Vater als Büro dient, strandet, geraten die Dinge ganz langsam in Bewegung. Lena Kupke hat genial geschildert, wie man selbst mit 36 Jahren plötzlich wieder zum Teenager wird, weil man wieder bei den Eltern lebt. Sie hat in diesem Buch erstaunlich klar eingefangen, wie es Hanna geht, woher ihr Verhalten kommt, wie schwer das alles ist. Einen echten Neuanfang kann man manchmal nur dann schaffen, wenn man regelrecht darauf gestoßen wird. Ob er klappen wird, erfahren wir vielleicht in einem weiteren Buch? Ich fände es sehr schön!
Dies ist kein Liebesroman, obwohl er sehr viel mit Liebe zu tun hat. Doch geht es hier um andere Arten von Liebe viel stärker, als um die Liebe zweier Partner, auch wenn diese mehrfach thematisiert wird. Da ist die Liebe zwischen Lena und ihrem Freund die Liebe zwischen ihren Eltern, die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, die Liebe von Hannas Schwester Sara zu ihrer Lebensgefährtin und die Liebe von Menschen, denen man wichtig ist. Es geht hier aber auch um Selbstbewusstsein, um Ehrlichkeit, um familiäre Verbindungen und um das Loslassen. Dennoch ist das Buch nicht schwermütig, sondern mit super viel Humor und Wortwitz gefüllt. So entsteht Mut und Stärke, die man beide als Leser oder Hörer spüren kann.
Pausen sind wichtig, oft schwer einzulegen, zumal das Leben rings um einen herum eben niemals pausiert. Doch genau da liegt auch der Kern. Eine Pause legt man zwischendurch ein, vorher und hinterher geht es wieder weiter. Und das ist es, was Hanna in ihrer Pause im Elternhaus herausfinden muss. Tolle Lektüre, tiefgründig und doch aufbauend. Ich gebe fünf Sterne!
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