Beschreibung
Produktdetails
| Autoren | Lucy Steeds |
| Mitarbeit | Hella Reese (Übersetzung) |
| Verlag | DTV |
| Inhalt | Buch |
| Produktform | Fester Einband |
| Erscheinungsdatum | 15.05.2026 |
| Thema |
Belletristik |
| EAN | 9783423285445 |
| ISBN | 978-3-423-28544-5 |
| Anzahl Seiten | 384 |
| Abmessung (Verpackung) | 14.6 x 4 x 21.6 cm |
| Gewicht (Verpackung) | 545 g |
| Originaltitel | The Artist |
| Themen |
Liebe |
Kundenrezensionen
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Überzeugendes Debüt
Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so gibt es eine Art Vertrag: Joseph sitzt im Maler Modell und darf dafür im Haus wohnen und seinen Artikel schreiben. Tata ist allerdings nicht allein, da gibt es noch seine Nichte Ettie, die den gesamten Haushalt managt und die Launen von Tata aushalten muss.
Das Buch ist ein überzeugendes Debüt der Autorin. Besonders gut ist sie, wenn sie die Natur in der Provence beschreibt oder auch die Farben und Gegenstände auf den Bildern. Man meint förmlich, man ist dabei, kann die Farben sehen und die Gerüche spüren und den Wind und die Wärme merken. Die Geschichte selbst ist etwas schwieriger. Die Beschreibungen sind zwar wiederum gut gelungen - vor allem die Gegensätze der Idylle in der Provence zu dem tyrannischen Verhalten des Malers, die friedliche Natur zu den Schrecken des Ersten Weltkrieges, z. B. im Lazarett oder später in den Krankenhäusern, und die Unterdrückung der Frau im Haushalt und das Verbot, sie eine Künstlerin sein zu lassen. Die Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Allerdings blieben mir nach dem Lesen einfach noch zu viele offene Fragen, was die Vergangenheit von Tata angeht und wie es mit ihm weitergeht. Hier hätte ich gern mehr erfahren. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen. -
beeindruckend
Der junge englische Journalist Joseph Adelaide reist in die Provence zu dem zurückgezogen lebenden Maler Edouard Tartuffe. Dieser ist für die Kunstwelt vollkommen unnahbar und Joseph ist sehr aufgeregt dass er nach vielen Anfragen nun eine Einladung von ihm bekommen hat. Der Maler selbst will mit Joseph nichts zu tun haben und schickt ihn weg. Joseph erkennt dass seine Einladung von der Nichte des Malers stammt, Ettie. Geschickt bietet Ettie ihrem Onkel, Tata, den jungen Mann als Modell für ein geplantes Gemälde an und der Maler nimmt die Gelegenheit wahr. So verbringt Joseph viele Wochen über den Sommer im alten Bauernhaus und lernt die Arbeit und die Eigenheiten des Malers kennen.
Langsam erfahren wir auch die Hintergründe dafür dass Ettie nach dem Weggang ihrer Mutter vollkommen ohne eigenes Leben in der ländlichen Einsamkeit bleibt. Sie war sieben Jahre alt als ihre Mutter fort ging und die Kleine bei ihrem Bruder zurück ließ. Dieser hatte keinerlei Verständnis für die Bedürfnisse und Trauer des Mädchens die darauf hoffte dass die Mutter zurück kommt. Im Gegenteil, er nötigte sie dazu kochen zu lernen und sich um alles im Haushalt zu kümmern.
Besonders ungerecht war Tata zu ihr als er ihr das malen verbat und ihre Pinsel zerbrochen und Stifte weggenommen hat. Es ist schwer auszuhalten dass Ettie so gebunden an dieses Anwesen ist und ihr Leben damit verbringt, alles rund um den Maler zu organisieren, richten und erledigen.
Ich kenne sowohl die Provence als auch die Kunst die dort entstand wie Van Goghs "Brücke von Arles". Diese Kunstszene zum Ende des 19. Jahrhunderts ist in dieses Buch sehr gut eingeflossen. Die trockene Landschaft mit den gelben Feldern, der weite Himmel, die Einflüsse der Düfte und des Lichts sind sehr treffend und bildgewaltig beschrieben. Die Entstehung der Gemälde und Josephs Beobachtungen erzeugten eine Sogwirkung ebenso wie das Miteinander, die Spannungen und die Geheimnisse zwischen den drei Hauptfiguren.
Nicht gefallen hat mir eine Szene in der "Kunstinteressierte" auf dem Hof eingefallen sind und sich benommen haben wie eine offene Hose. Vollkommen überspannt und es hat meiner Meinung nach dem Erzählfluss nicht gutgetan. In der Summe hat mich diese fiktive Geschichte aber beeindruckt. -
Ein Kunstwerk aus Worten
„The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.
Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner Nichte Ettie in einem abgelegenen Landhaus zwischen duftenden Lavendelfeldern in der französischen Provence. Joseph Adelaide - ein britischer Journalist - reist zu dem Maler, um ein Interview zu führen. Schon mit seiner Ankunft merkt Joseph, was für ein schwieriger Mensch Tata ist und dass in Ettie viel mehr steckt als die Nichte, die sich um den Haushalt des Künstlers kümmert.
Lucy Steeds malt mit Worten wie ihr Protagonist mit Farbe. Schon mit den ersten Seiten bin ich in der Provence angekommen, hatte die Lavendelfelder vor Augen, konnte die Hitze spüren und den Duft des Sommers riechen.
Mit ihren drei Protagonisten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen. Jeder von ihnen ist gleichermaßen interessant, hat etwas Besonderes und eine Vergangenheit, die Fragen aufwirft.
Obwohl der Verlauf der Handlung nicht wirklich überraschend und die Atmosphäre ruhig ist, war ich beim Lesen gefesselt und habe gespannt die Entwicklung der Charaktere verfolgt.
Lucy Steeds fängt das Flair der Provence ebenso gut ein wie den Zeitgeist der Gesellschaft. Spannend fand ich, dass sie historische Persönlichkeiten mit Fiktion verbunden hat.
In dem Roman geht es nicht nur um das Leben von Tata, Ettie und Joseph, sondern auch um Kunst, Gesellschaft und das Rollenbild der Frau zur damaligen Zeit.
Obwohl ich zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Buch ein paar Seiten mehr hat, war ich begeistert und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin. -
Bildhafte Sprache
Der Roman "The Artist" von Lucy Steeds ist eine Symphonie an Farben, bildhafter Sprache und der Liebe zur Malerei.
Bereits der Prolog zieht einen in den Bann und begleitet den Leser von der Gegenwart im Jahr 1957 in London in die 1920er Jahre in der französischen Provence, wo Ettiie als Mädchen für alles ihrem schroffen Onkel und dem berühmten Maler zur Hand geht.
Wie bei einem Gemälde legt sich Schicht für ein Schicht ein Geheimnis dar, das tiefer geht, als zunächst vermutet.
Besonders angetan hat mir die Liebe zur Malerei, die die Autorin auf sanfte und gemächliche Weise vorträgt. Namhafte Künstler wie Van Gogh oder Cézanne werden kurz angerissen und untermauern die Affinität zum Spiel mit den Farben, die in der von Lavendelfeldern geprägten Provence wichtig für die Malerei im frühen 20. Jahrhundert waren.
Fazit: Der Roman ist vielschichtig, unterhaltsam und auf eine positive Art belehrend. Er deutet auf die Rolle der Frau und die Schwierigkeiten als Malerin im 20. Jahrhundert hin. Das Cover lädt dazu ein, zu träumen und sich auf das Farbenspiel der bildhaften Sprache einzulassen. Absolut empfehlenswert! -
ein wunderbares Buch
„The Artist – Die Farben des Lichts“ von Lucy Steeds ist ein Buch, das mich auf eine ganz besondere Weise berührt und nachhaltig beeindruckt hat. Zwar habe ich zu Beginn ein wenig Zeit gebraucht, um vollständig in die Geschichte hineinzufinden und mich mit dem Erzähltempo sowie den Figuren vertraut zu machen, doch genau dieses langsame Eintauchen hat sich letztlich als große Stärke des Romans erwiesen.
Nach und nach entfaltet sich eine unglaublich atmosphärische und feinfühlige Geschichte, die von der ersten leisen Ahnung bis hin zu ihrer vollen emotionalen Tiefe immer intensiver wird. Lucy Steeds schreibt mit einer eindringlichen, beinahe poetischen Sprache, die es schafft, Bilder im Kopf entstehen zu lassen und Emotionen greifbar zu machen.
Man spürt förmlich die Farben, das Licht und die Stimmungen, die den Roman durchziehen ,genau das macht den besonderen Zauber dieses Buches aus.
Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, sodass man schnell eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Ihre Entwicklungen wirken authentisch und nachvollziehbar, was dazu führt, dass man mit ihnen mitfühlt, hofft und leidet. Gerade diese emotionale Nähe hat mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen, bis ich das Gefühl hatte, ein Teil davon zu sein.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin es schafft, Themen wie Kunst, Wahrnehmung und persönliche Entwicklung miteinander zu verweben, ohne dass es jemals überladen wirkt. Stattdessen entsteht eine harmonische Erzählung, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar unterhält.
Als ich einmal richtig in die Geschichte eingetaucht war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Seite für Seite wurde ich stärker gefesselt, und am Ende fiel es mir schwer, Abschied zu nehmen. Tatsächlich war ich ein wenig traurig, als ich die letzte Seite gelesen hatte, ein Gefühl, das für mich immer ein Zeichen dafür ist, dass ein Buch etwas ganz Besonderes ist.
Für mich ist „The Artist – Die Farben des Lichts“ ganz klar ein Lese-Highlight dieses Jahres. Ein Roman, der nicht nur erzählt, sondern spüren lässt und der noch lange nach dem Lesen nachwirkt.
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Künstlerseelen
Joseph reist 1920 in die Provence, um als Kunst-Journalist den zurückgezogenen Maler Tartuffe zu interviewen. Dieser entpuppt sich als unzugänglicher Eigenbrötler, dem seine stille Nichte Ettie im Haushalt und allen wichtigen Dingen zur Hand geht. Doch jeder der Drei hat Geheimnisse und eigene Ambitionen, die nur langsam ans Licht kommen.
Vor allem ist es Etties Geschichte, die mich besonders berührt hat. Diese junge Frau steht von Kind an unter der Fuchtel des alten Tata, da sie früh ihre Mutter an die Freiheit verloren hat. Lieblos wird sie ausgenutzt und verheizt, Stimmungsschwankungen ausgesetzt und vor allem klein gehalten. Ist sie doch für Tartuffe unentbehrlich und der schreckt vor keiner Maßnahme zurück, um seine Nichte an sich zu binden. Mir gefällt ihr stilles Aufbegehren, ihre verborgene Aufmüpfigkeit und ihre Klugheit. Ich mag die Erzählweise, in der Etties Geschichte nur sehr langsam und in kleinen Häppchen ans Licht kommt. Natürlich ahnt man, was die junge Frau so alles treibt, da macht auch der wunderbare Prolog schon zu Beginn neugierig.
Auch Josephs Lebensgeschichte ist mir sehr zu Herzen gegangen. Der frühe Tod der Mutter und das Unverständnis des Vaters haben ihm schwer zugesetzt, die Rückkehr des geliebten Bruders als seelisches Wrack aus dem Krieg haben ihm den Rest gegeben. Ich bewundere Joseph, dass er sich trotz der widrigen Umstände versucht, sein eigenes Leben mit seinen wirklichen Interessen aufzubauen. Die zarten Bande zu Ettie sind sehr gefühlvoll erzählt.
Tartuffe ist als Despot und Tyrann beschrieben, mit Wutausbrüchen und unvorhersehbaren Launen. Doch tief in ihm versteckt lauert die Angst, Ettie zu verlieren, da er weiß, dass er ohne sie niemals alleine zurecht käme.
Sehr gefühlvoll beschreibt Lucy Steeds in ihrem Romandebüt hier drei völlig verschiedene Künstlerseelen, die jeweils auf ihre eigene Weise versuchen, sich in ihrem Leben zu behaupten. Dabei entsteht vor dem Auge des Lesenden die Landschaft der Provence im Sommer, genauso wie die beschriebenen Bilder und die Gerüche. Man meint fast, den Lavendel zu riechen, das Terpentin, die Farbe und die vergorenen Früchte.
Ein Buch, das sehr viel Spaß macht beim Lesen. Man erlebt das Gefühl eines heißen französischen Sommers, eine ganz sachte Liebesgeschichte und die Launen eines gefeierten Künstlers. Auch wenn es besagten Tartuffe nicht im wirklichen Leben gab, so tauchen doch auch berühmte Maler aus der damaligen Zeit auf, wie zum Beispiel Cezanne. Das schlägt die Brücke zwischen einer fiktiven Geschichte und der Zeit um 1920 im Künstlermilieu.
Ein gefühlvoller und interessanter Roman wie gemacht für den Sommer, der das hält, was das schöne Cover verspricht. Der aussagekräftige Untertitel "Die Farben des Lichts" gefällt mir hier noch besser als der eigentliche Titel. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die eine leichte, angenehm erzählte und gefühlvolle Unterhaltung zu schätzen wissen. -
ein Leuchten zwischen Leinwand und Leben
das tolle Cover hat mich mit seinem Spiel aus Licht und Farbe sofort in den Bann gezogen es fängt genau diese künstlerische Atmosphäre ein, die man beim Lesen förmlich spüren kann daher gefällt es mir auch so gut. Schon nach den ersten Seiten hat mich der Schreibstil von Lucy Steeds komplett abgeholt, weil er so unglaublich bildhaft und fast schon malerisch ist da bin ich komplett im Buch versunken. Ich fand es faszinierend, wie sie es schafft, die Leidenschaft für die Kunst und das Ringen um die eigene Vision in Worte zu fassen das hat mich immer sehr begeistert. Für mich war die Geschichte ein tiefes Eintauchen in eine Welt voller Ästhetik und Emotionen, wobei der Ton immer die richtige Balance zwischen feinfühliger Melancholie und inspirierender Kraft hält. Ein Buch, das mich dazu gebracht hat, die Farben um mich herum mit ganz neuen Augen zu sehen.
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