Der Ausbruch des Weltkriegs 1914 bedeutete für Karl Barth "ein doppeltes Irrewerden": an der Theologie seiner Lehrer, die durch ihre Identifizierung mit der Kriegspolitik Wilhelms II. unglaubwürdig geworden waren, und ebenso am europäischen Sozialismus, der überall in die [...]
Es ist Zeit für eine Neuentdeckung der Theologie Karl Barths. Radikal wie kaum ein anderer hat Barth, einer der großen Theologen des 20. Jahrhunderts, die Einsicht vertreten und formuliert, daß der Gehalt der christlichen Religion in der religiösen Kommunikation selbst [...]
Im Sommer 1925 begegnete Karl Barth der Münchner Krankenschwester Charlotte von Kirschbaum, die dann für mehr als 40 Jahre die engste Begleiterin seines Lebens und seines Werkes werden sollte. Emphatisch sagte Barth 1950 von ihr: «Ich weiss, was es heisst, eine Hilfe zu [...]
Das Jahr 1921 brachte für Karl Barth die Berufung auf eine Professur für Reformierte Theologie und damit den Wechsel aus dem Pfarramt im aargauischen Arbeiter- und Bauerndorf Safenwil an die Universität Göttingen. Doch bevor er im Oktober dorthin aufbrach, hatte er die [...]
Der Briefwechsel zwischen dem Theologen Karl Barth und dem Bremer Arzt Karl Stoevesandt und dessen Frau Dorothee dokumentiert das Ringen um die Freiheit der Kirche während der nationalsozialistischen Diktatur aus unmittelbarer Erfahrung. Er gewährt Einblicke in die inneren [...]
Nach seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Reformierte Theologie der Universität Göttingen (1921) widmete Barth die erste große Vorlesung der Darstellung der Theologie Calvins. Der Hauptteil der Vorlesung besteht aus einer zum großen Teil aus Primärquellen gewonnenen [...]
1915 zeigen sich bei Barth erste deutliche Spuren der Abkehr von den liberalen Anfängen und der Hinwendung zu jener Theologie, die dann in den beiden Auslegungen des Römerbriefs allmählich ihre Gestalt gewinnt. Die nahezu allsonntägliche Predigt des Safenwiler Pfarrers ist [...]
Die 52 Predigten des Jahrgangs 1919 dokumentieren nicht nur die von Woche zu Woche unablässig weitergetriebene Bemühung um sachgemäßes Verstehen der Bibel, sie zeigen Barth auch als Pfarrer und Seelsorger in seiner Gemeinde. Eben von der Anrede und dem Anspruch der Bibel [...]
Der Römerbrief von 1919 ist Karl Barths erstes Buch. In ihm kündigt sich die theologische Wende von der liberalen Theologie des 19. Jahrhunderts zur "Dialektischen Theologie" der Zwanziger Jahre an. Als Gemeindepfarrer fragt Barth nach einer sachgemäßen Grundlegung einer [...]
"Ich habe zu bekennen, dass ich seit Jahren und Jahren jeden Morgen zunächst Mozart höre und mich dann erst der Dogmatik zuwende. Ich habe sogar zu bekennen, dass ich, wenn ich je in den Himmel kommen sollte, mich dort zunächst nach Mozart und dann erst nach Augustin und [...]